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Emilianische Schule Mitte des 17. Jahrhunderts, Die Jungfrau empfängt die Eucharistie von San Giovanni

Codice: 457010
3.800
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Epoche: 17. Jh.
Kategorie: Religiöse Gemälde
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Emilianische Schule Mitte des 17. Jahrhunderts, Die Jungfrau empfängt die Eucharistie von San Giovanni 
Beschreibung:
Emilianische Schule Mitte des 17. Jahrhunderts Die Jungfrau empfängt die Eucharistie von San Giovanni Öl auf Leinwand, 95 x 72 cm Das vorliegende Gemälde, ein Öl auf Leinwand, das der emilianischen Schule Mitte des 17. Jahrhunderts zugeordnet werden kann, inszeniert einen Moment höchster spiritueller und liturgischer Dichte durch eine dichte und intime Komposition, die auf einem geschickten Dialog von Blicken und Gesten aufgebaut ist und sich in einer nächtlichen und gedämpften Atmosphäre entfaltet. Im Zentrum der Darstellung steht die Jungfrau Maria mit leicht gesenktem Kopf und Blick auf die Hostie gerichtet, während die auf der Brust verschränkten Hände eine Geste der Annahme und Ehrfurcht unterstreichen. Ihr traditionell tiefblauer Mantel hebt sich deutlich vom dunklen Hintergrund ab und umrahmt ein Gesicht mit zarten, fast porzellanartigen Zügen, das ein eigenes Licht ausstrahlt. Links reicht die Figur des Heiligen Johannes des Evangelisten, gekennzeichnet durch warme Farben durch den roten Mantel und die grüne Tunika, mit maßvollen und feierlichen Gesten die Hostie und wirkt als Brücke zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen. Zwei kleinen Engelfiguren assistieren diesem heiligen Ritus. Die Analyse des Themas offenbart einen bestimmten Andachtsgeist, der typisch für die Gegenreformation ist und das Dogma des Corpus Domini durch eine Episode hervorheben soll, die, obwohl nicht in kanonischen Texten wiedergegeben, zur Tradition des Lebens Mariens nach der Auferstehung gehört. Die Wahl der "Halbfigur" ist kein Zufall, da sie es dem Betrachter ermöglicht, jede räumliche Distanz aufzuheben und emotional an dem mystischen Akt teilzunehmen, wobei die Aufmerksamkeit ausschließlich auf die Hostie konzentriert wird, die zum leuchtenden Zentrum des gesamten Werkes wird. Aus historisch-kritischer Sicht fügt sich die Leinwand perfekt in die emilianische Kunstlandschaft der Hochrenaissance ein: In dieser Komposition ist das Erbe der Lektionen von Carraccio und Reni erkennbar, sichtbar in der formalen Solidität der Figuren und der fast akademischen Anmut der Gesichter, aber auch ein anhaltender Widerhall der correggischen Weichheit ist spürbar, wahrnehmbar in der Zartheit der Hauttöne und in der Art und Weise, wie das Chiaroscuro die Volumina streichelt. Dieser Stil, der oft als barocker Klassizismus bezeichnet wird, vermeidet die dramatischen Übertreibungen des Caravaggismus, um eine komponierte und poetische Erzählung der "Affekte" zu bevorzugen, die in der Lage ist, das theologische Dogma in eine häusliche und berührende Vision zu verwandeln. Das Werk zeugt somit von der technischen Kompetenz der Werkstätten in Bologna und Parma der damaligen Zeit, die in der Lage waren, formale Strenge und emotionale Intensität zu einem Bild von außergewöhnlicher kommunikativer Wirkung zu verschmelzen.