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Bottega degli Spadino (Rom, Ende 17. – Anfang 18. Jh.), Stillleben mit Früchten, Kürbis und Affe

Codice: 457008
6.000
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Epoche: 17. Jh.
Kategorie: Stillleben
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Bottega degli Spadino (Rom, Ende 17. – Anfang 18. Jh.), Stillleben mit Früchten, Kürbis und Affe 
Beschreibung:
Bottega degli Spadino (Rom, Ende 17. – Anfang 18. Jh.) Stillleben mit Früchten, Kürbis und Affe Öl auf Leinwand, 55 x 73 cm Mit Rahmen, 64 x 81 cm Das vorliegende Werk ist ein bedeutendes Beispiel für das römische Barock-Stillleben an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert, einer Zeit maximalen Erfolgs dieses dekorativen Genres, das für die Kunstsammlungen der römischen Aristokratie bestimmt war. Das Werk ist der Produktion der berühmten Familie Castelli, genannt die Spadino, zuzuweisen. Die Komposition gliedert sich um eine dichte Pyramide von Gemüse, die mit plastischer Kraft aus einem dunklen Hintergrund hervortritt, in klarer Nachfolge Caravaggios. Die Maltechnik offenbart die für die Spadino typische "Manier", die sich durch einen dichten, materiellen Pinselstrich auszeichnet, der die epidermische Vielfalt der Früchte zu vermitteln vermag: bemerkenswert ist die Darstellung der geöffneten Feigen, die blau-grünen Lasuren auf den Pflaumenschalen und vor allem die meisterhafte Wiedergabe der Trauben, deren Beeren durch kleine Lichtpunkte definiert sind, die ihre Transparenz und Saftigkeit simulieren. Die seitliche Beleuchtung der Szene modelliert nicht nur die Volumina, sondern verstärkt auch den dramatischen Kontrast zwischen der Sonnigkeit der Früchte und der umgebenden Dichte des Schattens. Die Einbeziehung, links, der Figur eines Primaten – wahrscheinlich eines Makaken – fügt der Komposition ein lebendiges erzählerisches Element hinzu. Das Tier, mit einem eher zottigen Pinselstrich gemalt, um sein Fell zu beschreiben, fungiert als Bindeglied zwischen Betrachter und unbelegtem Objekt, im Einklang mit dem Geschmack für das Exotische und Anekdotische, der im römischen Barock weit verbreitet war. Das Gemälde findet genaue Parallelen in mehreren gesicherten Werken von Giovanni Paolo Castelli, insbesondere in den Kompositionen der Galleria Spada in Rom, wo Castelli das Thema Herbstfrüchte mit derselben Empfindlichkeit für mikroskopische Details behandelt. Obwohl die Ausführungsqualität stark auf die Hand des Meisters hindeutet, kann die Beteiligung der Werkstatt, insbesondere des Sohnes Bartolomeo Castelli des Jüngeren, nicht ausgeschlossen werden. Letzterer erbte das Repertoire seines Vaters, behielt die gleiche Lichtführung bei, vereinfachte aber manchmal die formalen Lösungen. In dieser Leinwand weisen jedoch die gekonnte Handhabung des Weiß und die Wiedergabe von Glas transparenz ein sehr hohes Qualitätsniveau auf, das der Reife von Giovanni Paolo würdig ist. Das Werk stellt somit ein wertvolles Dokument des römischen Sammlergeschmacks dar und zeugt von der Fähigkeit der Spadino, die nordische naturalistische Strenge mit römischer szenografischer Überschwänglichkeit zu synthetisieren.