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Werkstatt von Giovanni Battista Pittoni (Venedig, 1687 – 1767), Lesende Madonna

Codice: 457001
2.800
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Epoche: 18. Jh.
Kategorie: religiöse Gemälde
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Werkstatt von Giovanni Battista Pittoni (Venedig, 1687 – 1767), Lesende Madonna 
Beschreibung:
Werkstatt von Giovanni Battista Pittoni (Venedig, 1687 – 1767) Lesende Madonna Öl auf Leinwand, 55 x 43 cm Das Gemälde Lesende Madonna, das der Werkstatt von Giovanni Battista Pittoni zugeschrieben wird, fügt sich vollständig in das raffinierte kulturelle Klima des venezianischen Rokoko ein, dessen Pittoni einer der maßgeblichsten Protagonisten war. Das Werk stellt die Jungfrau in einem Moment intimer Meditation dar: sitzend, in einen weiten blauen Mantel gehüllt, hält sie ein kleines Gebetbuch in den Händen, während ihr gesenkter und versunkener Blick auf eine Dimension stiller Einkehr und süßer Spiritualität hindeutet. Die Arbeit nähert sich auf engste Weise zahlreichen signierten Gemälden von Pittoni, die demselben marianischen Thema gewidmet sind. Insbesondere der Vergleich mit der Madonna in der Gemäldegalerie Berlin zeigt Ähnlichkeiten in der Gesichtsform, der sanften Neigung des Kopfes und der zurückhaltenden Haltung der Figur. Ähnliche Übereinstimmungen finden sich bei der Lesenden Madonna, die sich heute an unbekanntem Ort befindet, aber im Katalog der Fondazione Federico Zeri als signiertes Werk des venezianischen Malers veröffentlicht wurde, sowie bei der Madonna in einer Genueser Privatsammlung. In all diesen Beispielen wiederholt sich dieselbe schwebende Atmosphäre, dieselbe formale Eleganz und eine ähnliche Aufmerksamkeit für den Dialog zwischen Farbe und Licht, Elemente, die eine enge Abhängigkeit vom vom Meister geschaffenen Modell nahelegen. Aus historisch-künstlerischer Sicht kann die Entstehung des Gemäldes in den Bereich der Pittoni-Werkstatt datiert werden, als sich um die 1720er Jahre die Persönlichkeit des Künstlers bereits klar herausgebildet hatte. Unter der Leitung seines Vaters Francesco Pittoni ausgebildet, verstand es Giovanni Battista, eine eigenständige Sprache zu entwickeln, die Monumentalität und Anmut zu verbinden vermochte, wie sowohl die großen Dekorationszyklen – darunter das Martyrium des Heiligen Thomas für San Stae und die Leinwände der Tombeaux des Princes – als auch Andachtskompositionen kleineren Formats, die für den privaten und kontemplativen Gebrauch bestimmt waren, zeigen. In dieser Lesenden Madonna greift die Werkstatt Pittonis das Vokabular des Meisters mit großer Treue auf und überarbeitet es, wodurch ein Bild von intensiver Süße und hoher formaler Qualität entsteht. Das Gemälde stellt somit einen bedeutenden Beleg für den Erfolg und die Verbreitung von Pittonis Modellen dar, sowie für die Fähigkeit seiner Werkstatt, die unverwechselbare Poetik des venezianischen Rokoko in kohärente und raffinierte Werke zu übersetzen.