GROSSE PORTikus-PENDELUHR AUS ALABASTER UND VERGOLDETEM BRONZE - FRANKREICH - 19. JAHRHUNDERT
Beschreibung:
Monumentale "Portikus"-Uhr aus Alabaster und vergoldetem Bronze
Prächtige und imposante Tischuhr "à portique" (Tempel-Uhr) aus wertvollem, geädertem weißem Alabaster und fein ziseliertem, quecksilbervergoldetem (Ormolu) Bronze. Das Werk, das sich durch eine außergewöhnliche plastische Reichhaltigkeit und monumentale Proportionen auszeichnet, ist stilistisch zwischen dem späten Empire und der Charles X-Ära einzuordnen und wurde in Paris hergestellt.
Beschreibung des Gehäuses und der architektonischen Elemente
Die Uhr ist nach einem streng neoklassizistischen architektonischen Schema aufgebaut, das sich über drei Ebenen erstreckt:
Das Giebel (Krönung): Großer Alabaster-Architrav, verziert mit einem reichen Fries aus vergoldeten Bronze-Zahnschnittfriesen. Auf dem Band sticht eine elegante Anwendung aus vergoldetem Bronze mit Palmettenmotiven und einem zentralen Kranz hervor.
Der Portikus: Getragen von vier massiven Alabastersäulen mit korinthischen Kapitellen. Die Kapitelle sind Meisterwerke der Guss- und Ziselierkunst, reich an dreidimensionalen, pfeilförmigen Akanthusblättern und Voluten. Die Säulenbasen, ebenfalls aus vergoldetem Bronze, ruhen auf einer vergoldeten Zwischenebene, die das große Pendelglas spiegelt.
Der Sockel: Imposanter rechteckiger Sockel aus Alabaster, auf der Vorderseite verziert mit einer Anwendung aus vergoldetem Bronze, die eine zentrale Rosette zwischen gegenüberliegenden Blattvoluten und Akanthusgirlanden darstellt. Die gesamte Struktur ruht auf vier bedeutenden, fein gerändelten Zwiebelkugelfüßen.
Das Zifferblatt und der Uhrmacher
Das Zifferblatt ist von großer visueller Wirkung und typisch für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts:
Äußerer Ring: Aus weißem Email mit Stunden in schwarzen römischen Ziffern und linearer Minuterie.
Mitte: Aus vergoldetem Bronze, wunderschön spiegelpoliert mit einem strahlenförmigen Muster aus geometrischen floralen Motiven, die durch Gravur erzielt wurden.
Signaturen: Im unteren Teil des Emailrings ist deutlich die Signatur zu lesen:
Landry Pas.ge du Panorama / THOMAS H.
Historische Anmerkungen zum Uhrmacher: Die Signatur verweist auf die berühmte Dynastie der Pariser Uhrmacher Landry (darunter Pierre-Alexandre Poux-Landry und seine Nachfolger), die in Paris mit einem renommierten Atelier im berühmten Passage des Panoramas, einem der ersten und luxuriösesten überdachten Passagen Europas, tätig waren. Die Aufschrift "THOMAS H." bezieht sich wahrscheinlich auf den technischen Mitarbeiter, der die Mechanik signiert hat.
Art der Mechanik und des Pendels
Die Uhr bewahrt ihr originales Uhrwerk von hoher konstruktiver Qualität:
Uhrwerk: Französische "Pariser"-Mechanik mit kreisförmiger Grundfläche und Ankerhemmung. Sie verfügt über zwei Rädersätze zur unabhängigen Steuerung von Zeit und Schlagwerk.
Schlagwerk: Externes Schlossscheibensystem (auf der Rückseite sichtbar), das die Stunden und halben Stunden auf einer versilberten Metallglocke schlägt.
Pendel: Außergewöhnliches und schweres Pendel mit bimetallischer thermischer Kompensation (bestehend aus abwechselnden Eisen- und Messingstangen), das entwickelt wurde, um Längenänderungen aufgrund von Temperaturschwankungen zu kompensieren. Es endet mit einer sehr großen bikonvexen Linse aus vergoldetem Bronze. Die Aufhängung ist vom Schleifenfedertyp, typisch für zeitgenössische Präzisionsregelmechanismen.
Zustand der Erhaltung: Das Gehäuse weist keine offensichtlichen Risse im Alabaster auf, die Vergoldung behält in den Bereichen des matten/glänzenden Kontrasts eine hervorragende antike Brillanz. Komplett mit Schmetterlings-Aufzugsschlüssel.
Abmessungen: Höhe 59 cm, Breite 30 cm, Tiefe 20 cm.
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