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Ilario Mercanti "Lo Spolverini" (1657-1734) - Schlachtenbild

Codice: 456906
5.500
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Epoche: 17. Jh.
Kategorie: Gefecht
Aussteller
Numero 7 Antiquariato
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Ilario Mercanti "Lo Spolverini" (1657-1734) - Schlachtenbild 
Beschreibung:
Ilario Mercanti, genannt „Lo Spolverini“ (Parma, 1657-1734) – Nächtliche Schlachtenszene Ölgemälde auf Leinwand Gutachten: Prof. Giancarlo Sestieri Abmessungen: 147x103cm GERAHMT 130x87cm LEINWAND MERCANTI, Ilario Giacinto, genannt lo Spolverini. – Er wurde am 13. Januar 1657 in Parma in der Pfarrei S. Gervaso geboren, laut seiner Geburtsurkunde. Er könnte sich "Lo Spolverini" genannt haben, um seine jüdischen Wurzeln zu verbergen, und eine Bezeichnung gewählt haben, die seine Tätigkeit als Lehrling bezeichnet hätte, der für die „Staubung“ (spolvero) vor der Freskomalerei zuständig war, da er in diesem Bereich in jungen Jahren an der Dekoration der Certosa von Parma gearbeitet haben soll (Silingardi Salvini; Arisi Riccardi). Die Ausbildung des Malers erfolgte in der Werkstatt von F. Monti, genannt Brescianino delle Battaglie, nach einer nicht bestätigten, aber eher wahrscheinlichen Lehre bei seinem Vater (der 1660 in Parma laut der einzigen ihn betreffenden Dokumentation bei der malerischen Dekoration zweier Triumphbögen tätig war); das Datum seines Lehrbeginns bleibt jedoch ungewiss. Bei der Rekonstruktion der Ursprünge von Mercantis formaler Sprache hält die Kritik, auch die jüngste, die Hypothese einer Reise in jungen Jahren nach Florenz für plausibel (wenn auch ohne jegliche dokumentarische Grundlage), wo Mercanti die Werke von J. Courtois il Borgognone studiert haben soll. Bei dieser Gelegenheit könnte er mit P. Reschi in Kontakt gekommen sein und formale und kompositorische Elemente aus der Sprache von J. Callot und S. Della Bella übernommen haben (Ceschi Lavagetto). Auch die venezianische Reise, die Mercanti angeblich mit Monti unternahm, um die Taten des Dogen Francesco Morosini gegen die Türken zu illustrieren, ist bis heute nicht nachgewiesen: Keines der bei dieser Gelegenheit entstandenen Werke (ursprünglich im Palazzo Morosini in Campo S. Stefano ausgestellt, heute teilweise im Museo Correr in Venedig aufbewahrt) kann überzeugend den Stil Mercantis zugeordnet werden. Dennoch wäre laut unbestrittener und gefestigter kritischer Tradition die stilistische Entwicklung Mercantis, die Wahl von Farbwerten von stärker tonaler Abstammung und die Übernahme der charakteristischen „Macchiette“ als prägendes Merkmal seines Malstils auf den Einfluss dieser angeblichen Reise nach Venedig zwischen 1690 und 1695 zurückzuführen. In diesem formalen Paradigma würden auch Echos und Anregungen von S. Mazzoni, F. Maffei und S. Rosa Platz finden. Die Quellen belegen jedoch in denselben Jahren eine starke Integration Mercantis in den herzoglichen und parmesanischen Kulturkreis: 1692 erhielt er eine Ernennung zum Familiar des Herzogs Ranuccio II. und wurde später zum Hofmaler ernannt. Es war offensichtlich in diesem Kontext, dass sich Mercanti auf die Genremalerei und die historisch-lobenden Darstellungen spezialisierte und sich dabei insbesondere auf die Schlachtengemälde konzentrierte.