COD 0983
Ein bedeutendes italienisches Gemälde aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Dieses Ölgemälde auf Leinwand zeigt Apollo beim Leierspiel – eine kunstvolle Darstellung des Gottes der Musik, der Dichtung und der Künste, einer der faszinierendsten Figuren der klassischen Mythologie und ein besonders beliebtes Sujet der Barockmalerei.
Der junge Gott ist als Halbfigur dargestellt, wie er zart die Saiten der Leier berührt, jenes antiken Instruments, das sein wichtigstes ikonografisches Attribut ist. Sein Gesicht, geprägt von einer idealisierten, fast androgynen Schönheit, wird von dichtem blonden Haar umrahmt und ist in einem Ausdruck intensiver Konzentration nach oben gerichtet.
Der Künstler gestaltet die Komposition mit großer Ausgewogenheit und lässt die Figur durch den gekonnten Einsatz von Licht aus dem dunklen Hintergrund hervortreten. Die sanften Lasuren modellieren den Teint zart, verleihen dem Helldunkel einen naturalistischen Effekt und unterstreichen die Qualität des Gemäldes. Der Akt ist mit einem feinen rosa Seidenschleier geschmückt, der sich um die Hüften legt und ihre Nacktheit diskret bedeckt. Unter der Leier liegt ein prächtiges blaues Tuch, dessen weite Falten und lebendige Lichteffekte der Komposition Tiefe verleihen.
Aufgrund seiner malerischen Qualität und kompositorischen Eleganz lässt sich das Gemälde der toskanischen Malerei der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zuordnen. Die Weichheit der Gesichtszüge, die exquisite Ausführung und der raffinierte Einsatz von Licht erinnern an die figurative Kultur, die sich im Florenz des späten 17. Jahrhunderts entwickelte, und weisen interessante Ähnlichkeiten mit den Werken von Onorio Marinari, Simone Pignoni und Francesco Furini auf. Eine genauere Zuordnung ist jedoch aufgrund aktueller Forschung nicht möglich (dem Gemälde liegt derzeit kein Gutachten vor, eines kann jedoch gegen Zahlung der entsprechenden Zusatzkosten angefordert werden).
Ein Werk von seltener Eleganz und starker dekorativer Wirkung, ideal für bedeutende Sammlungen Alter Meister, professionelle Ateliers, Bibliotheken und Empfangsräume, ob klassisch oder modern. Das Gemälde wurde bereits restauriert; die Doublierung, der Keilrahmen und kleinere Stellen wurden übermalt. Es weist einige Gebrauchsspuren auf, ist aber insgesamt in gutem Zustand.