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Deutschland, 18. Jahrhundert, Reliquiar mit der Heiligen Katharina von Alexandria

Codice: 456669
1.800
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Epoche: 18. Jh.
Kategorie: 700er Skulpturen
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Deutschland, 18. Jahrhundert, Reliquiar mit der Heiligen Katharina von Alexandria 
Beschreibung:
Deutschland, 18. Jahrhundert Reliquiar mit der Heiligen Katharina von Alexandria Bemaltes Holz, 49 x 18,5 x 14,5 cm Eine polychrome und vergoldete Holzskulptur, die die Heilige Katharina von Alexandria darstellt und auf einem geschwärzten Holzsockel mit einer Reliquie platziert ist, die wahrscheinlich im 18. Jahrhundert in Franken gefertigt wurde. Die weibliche Figur präsentiert sich in einer Kontrapoststellung mit einem typisch barocken Dynamismus: Der Körper dreht sich leicht, die goldenen und polychromen Gewänder öffnen sich in weiten, bewegten Falten. Sie trägt ein mit gemalten Blumenmotiven verziertes Kleid, eine goldene Überjacke und einen purpurroten Mantel, der ihre Schultern umhüllt. Auf dem Kopf trägt sie eine goldene Krone, ein Attribut, das auf ihre Stellung als Prinzessin von Alexandria verweist. Das Gesicht ist fein gearbeitet, mit einem zarten Teint und rosigen Wangen, entsprechend der Tradition der germanischen Andachtsskulptur. Rote Schuhe vervollständigen die königliche Kleidung der Figur. Der geschwärzte Sockel beherbergt in seiner Vertiefung eine Reliquienkammer mit ovalem Glas und vergoldetem Rahmen, die von vorne sichtbar ist. Hinten ermöglicht eine kleine Tür den Zugang ins Innere. Die Produktion von figürlichen Reliquiaren im germanischen Raum, insbesondere in Franken, erlebte im 18. Jahrhundert eine Blütezeit, die durch lebhafte kirchliche Aufträge und die Volksfrömmigkeit gefördert wurde. Die Werkstätten in Würzburg und Franken entwickelten eine bildhauerische Sprache, die das barocke Erbe mit neuen Rokoko-Empfindungen verband und Werke für Kirchen, Klöster und Privatkapellen hervorbrachte. Die intensive Polychromie, die Blattvergoldung und die feine Tischlerarbeit der Sockel sind charakteristische Elemente dieser handwerklichen Tradition, die die Reliquie zum Mittelpunkt einer einheitlichen und andachtsvollen künstlerischen Komposition machte.