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17. Jahrhundert, Tafel mit dem Heiligen Johannes dem Evangelisten

Codice: 456328
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Epoche: 17. Jh.
Kategorie: Skulpturen 17. Jahrhundert
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
17. Jahrhundert, Tafel mit dem Heiligen Johannes dem Evangelisten 
Beschreibung:
17. Jahrhundert Tafel mit dem Heiligen Johannes dem Evangelisten Nussbaumholz und ockerfarbener Samtuntergrund, 65 x 40 cm Diese raffinierte Hochreliefskulptur aus dem 17. Jahrhundert, meisterhaft aus Nussbaumholz geschnitzt, stellt den Heiligen Johannes den Evangelisten dar, der in einem Moment feierlicher theologischer Inspiration gezeigt wird. Das Werk, das höchstwahrscheinlich ursprünglich als integraler Bestandteil einer komplexeren liturgischen Einrichtung gedacht war (die Tafel einer Kanzel, einer Chorschranke oder die Tür eines Tabernakels), ist heute isoliert und auf einer eleganten ockerfarbenen Samttafel angebracht, deren Farbkontrast die warme und tiefe braune Patina des Holzes hervorhebt. Die komplexe Ikonographie des Evangelisten wird hier nach den Kanons der barocken Gegenreformation wiedergegeben und verbindet mystische Intimität mit einer lebendigen plastischen Darstellung. Der Heilige ist sitzend dargestellt, sein Körper ist leicht gedreht, was der Komposition Dynamik verleiht. Mit der linken Hand hält und entrollt er eine lange, aufgerollte Schriftrolle, das Symbol seines Evangeliums und seiner apokalyptischen Visionen, die diagonal über die Brust gleitet und auf einem kunstvoll gedrechselten Baluster ruht, der als ideale perspektivische Barriere dient. Die rechte Hand ist in einer Geste der Argumentation oder des Segens erhoben, die Finger sind deutlich gebeugt, um den Moment der göttlichen Offenbarung zu betonen. Formell zeigt der Schnitzer eine bemerkenswerte technische Fertigkeit, die sich besonders im reichen Faltenwurf zeigt, der die Figur umgibt. Die Gewänder sammeln sich in dichten Falten auf den Beinen und wechseln sich mit tiefen Schattenbereichen und gleißenden Lichtkonturen ab, die das dreidimensionale Volumen des Körpers hervorheben. Die Züge des Gesichts, eingerahmt von einer fließenden und bewegten Haartracht, die über die Schultern fällt, drücken eine ruhige und jugendliche Konzentration aus, überragt von einem fein geschnitzten und mit Strahlenmustern verzierten Kreisnimbus. Links, auf einem falschen architektonischen Element sitzend, das als Rückenlehne des Sitzes dient, erscheint der Adler, das traditionelle Attribut des Johannes-Tetramorphs, das die Fähigkeit des Heiligen symbolisiert, sich zu den höchsten Gipfeln göttlicher Kontemplation zu erheben. Das Werk fügt sich vollständig in die künstlerische Produktion Mittelitaliens oder der Po-Ebene ein, wo sich expressiver Naturalismus geschickt mit den devotionalen Bedürfnissen der Zeit verband.