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Pier Francesco Cittadini (Mailand, 1616 – Bologna, 20. September 1681), attribution, Blumenkranz mit schlafendem Jesuskind

Codice: 456187
6.000
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Epoche: 17. Jh.
Kategorie: Stillleben
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Pier Francesco Cittadini (Mailand, 1616 – Bologna, 20. September 1681), attribution, Blumenkranz mit schlafendem Jesuskind 
Beschreibung:
Pier Francesco Cittadini (Mailand, 1616 – Bologna, 20. September 1681), attribution. Blumenkranz mit schlafendem Jesuskind Öl auf Leinwand, 83 x 97 cm Mit Rahmen, 57 x 71,5 cm Das Gemälde zeigt einen reichen Blumenkranz – Rosen, Tulpen, Nelken, Anemonen und Wildblumen –, der sich wie eine Krone anordnet, in deren Mitte sich eine Art natürliche Nische öffnet, die das schlafende Jesuskind beherbergt. Das Kindlein liegt auf einem Strohbüschel, den Kopf auf den Arm gelegt, der Körper teilweise von einem dunkelgrünen Tuch bedeckt, das seine warme und leuchtende Hautfarbe betont. Die malerische Darstellung der Haut, weich und schattiert, steht im Gegensatz zur dichteren und farblich lebhafteren Materie der Blumen, die mit schnellen Pinselstrichen und einem warmen Licht gemalt sind, das ihre Plastizität betont. Dies ist ein Genre, das in der Lombardei und der Emilia im 17. Jahrhundert weit verbreitet war, bei dem die florale Stillleben, autonom in Technik und Geschmack, ein Andachtsbild im Kleinformat umrahmt, das für die private Andacht bestimmt ist. Pier Francesco Cittadini bildete sich zunächst in Mailand bei Daniele Crespi aus; um 1634 zog er nach Bologna, wo er die Lehren von Guido Reni verfolgte, dessen Einfluss seine frühen Werke tiefgreifend prägte. Nach dem Tod des Meisters vertiefte sich der Künstler in die Bologneser Tradition, ausgehend vom Klassizismus der Carracci. Mitte des Jahrhunderts hielt er sich in Rom auf, kam in Kontakt mit französischen Künstlern, die sich der Genremalerei widmeten, und erhielt dank des Erfolgs von Stillleben und Landschaften auch Aufträge für Ludwig XIV. Nach seiner Rückkehr nach Bologna im Jahr 1650 heiratete er 1653 Giulia Ballarini, mit der er zahlreiche Kinder hatte, von denen mindestens drei – Carlo Antonio, Angelo Michele und Giovanni Battista – die Tätigkeit ihres Vaters fortsetzten. Das Gemälde findet bedeutende Vergleiche in der dem Thema des Blumenkranzes gewidmeten Produktion des Künstlers. Vergleiche man den Blumenkranz in der Pinacoteca Nazionale von Bologna, wegen der ähnlichen Kompositionsstruktur der pflanzlichen Krone. Noch enger ist der Vergleich mit einem weiteren Blumenkranz mit schlafendem Jesuskind, der sich heute in Privatbesitz befindet und die gleiche Komposition mit geringfügigen Abweichungen in der Anordnung der Blumen und der Draperie wiedergibt. Ähnlich in der floralen Typologie ist schließlich der Blumenkranz mit der Magdalena, ebenfalls in Privatbesitz, dessen Blumen fast identisch mit den hier untersuchten sind, was ein wiederkehrendes dekoratives Repertoire in der Werkstatt des Künstlers bestätigt.