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Enrico Scuri (Bergamo, 1806 – 1884), Besuch Mariens bei Heiliger Elisabeth

Codice: 456186
9.000
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Epoche: 19. Jh.
Kategorie: Religiöse Gemälde
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Enrico Scuri (Bergamo, 1806 – 1884), Besuch Mariens bei Heiliger Elisabeth 
Beschreibung:
Enrico Scuri (Bergamo, 1806 – 1884) Besuch Mariens bei Heiliger Elisabeth Bleistift und Kohle auf Papier, auf Leinwand aufgezogen, 222 x 224 cm Die Vorzeichnung für das Fresko in der Pfarrkirche Santa Maria Nascente in Rudiano, in der Provinz Brescia, präsentiert sich als großes Blatt mit Bleistift auf Papier, das auf Leinwand aufgezogen ist. Dargestellt ist der Besuch Mariens bei Heiliger Elisabeth, eine biblische Episode, bekannt als Heimsuchung: Im Zentrum der Szene sind die beiden weiblichen Figuren zu erkennen, Maria, in einer Geste des Gebets mit gefalteten Händen, und Elisabeth, die ihr mit einem offenen Lächeln und einer Handbewegung, die Staunen und Willkommen ausdrückt, zugewandt ist. Neben Maria steht die männliche Gestalt des Josef, erkennbar an seinem Bart und dem Stab, den er erhoben hält. Im Hintergrund, rechts, reagiert eine Gruppe von Nebenfiguren auf die Begegnung mit lebhaften Ausdrücken, ihre Blicke sind nach oben gerichtet, in einem Ausdruck ehrfürchtigen Staunens. Das sichtbare Gitter aus Bleistiftlinien auf dem Blatt bestätigt die vorbereitende Funktion der Zeichnung, die durch das traditionelle System der proportionalen Quadrierung auf die Freskofläche übertragen werden sollte. Ercole Scuri wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in Bergamo als Sohn von Cristoforo und Francesca Maver aus Serina geboren. 1819 schrieb er sich an der Accademia Carrara ein, wo er unter der Anleitung von Giuseppe Diotti ausgebildet wurde, und erhielt 1823 zwei erste Preise im Jahreswettbewerb. 1841 übernahm er die Leitung der Accademia Carrara von seinem Meister, ein Amt, das er dreiundvierzig Jahre lang bis zur Übergabe an seinen Schüler Ponziano Loverini innehatte. 1932 schuf Scuri sein erstes Gemälde für die Pfarrkirche von Rudiano, Provinz Brescia (Heilung einer Kranken, durchgeführt durch die Anwesenheit des wahren Kreuzes, das ihr von San Macario und Sant'Elena gebracht wurde), was deutlich zeigte, dass er Diottis bester Schüler war. Ebenfalls 1932 schuf er das Fresko mit der Grablegung der Jungfrau Maria, ebenfalls für die Pfarrkirche von Rudiano, die zu einem wichtigen Prüfstein für die Malereischule der Accademia Carrara wurde: Auch von diesem Fresko ist die vorbereitende Zeichnung erhalten geblieben, die sich heute wie die des hier untersuchten Werkes im Museo Civico in Cremona befindet. Es sind die Jahre, in denen Scuri seine künstlerische Persönlichkeit entwickelte, die sich vor allem an kirchlichen Aufträgen orientierte, aber in der formalen Ausarbeitung durch das Mailänder Umfeld gefördert wurde. Zu den Hauptwerken zählen König Starno zeigt seine tote Tochter Fingal, heute in der Wiener Belvedere, die Vertreibung aus dem Paradies, Orpheus und Eurydike in den Museen der Stadt Pavia und Der Engel verkündet den Frauen die Auferstehung der Accademia Carrara. Stilistisch fügt sich die Zeichnung kohärent in Scuris Schaffen ein, der es verstand, die formale Solidität des Neoklassizismus mit einer romantischen Offenheit in Thema und Ausdrucksintensität zu verbinden. Der unmittelbarste Vergleich ist mit dem Besuch Mariens bei Heiliger Elisabeth für dieselbe Kirche in Rudiano, für die das Blatt die direkte Studie ist: Die Kohärenz zwischen grafischer Phase und malerischer Phase offenbart eine rigorose Methode, bei der die Zeichnung ein Mittel zur kompositorischen Definition und kein bloßer Entwurf ist. Die Beherrschung des menschlichen Körpers, die beim jungen Mann unten rechts deutlich wird, erinnert an die akademischen Figurenstudien, die Scuri seinen Schülern vermittelte, in der Überzeugung, dass die Zeichnung die Grundlage jeder Malpraxis sei.