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Ivan Karpoff (Nowotscherkassk, 1898 – Mailand, 1970), Sonnenuntergang in Dakien

Codice: 455686
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Epoche: 20. Jh.
Kategorie: Landschaft
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Ivan Karpoff (Nowotscherkassk, 1898 – Mailand, 1970), Sonnenuntergang in Dakien 
Beschreibung:
Ivan Karpoff (Nowotscherkassk, 1898 – Mailand, 1970) Sonnenuntergang in Dakien Öl auf Holz, 90 x 120 cm Unten links signiert: Karpoff Ivan Karpoff ist ein Künstler russischer Herkunft, der schon als Kind eine starke Neigung zur grafischen Kunst zeigte. Er wurde in seiner Heimat ausgebildet und zog 1925 nach Mailand, wo er dank eines Stipendiums sein Studium an der Accademia di Belle Arti abschloss. Dort besuchte er die Kurse von Ambrogio Alciati (1878–1929), einem geschickten Porträtisten, der sich an der Malerei des Scapigliato Tranquillo Cremona (1837–1878) orientierte. Im Gegensatz zu seinem Lehrer beschäftigte sich Karpoff jedoch weniger mit Porträts als vielmehr mit der Malerei von Wald-, Berg- und Meereslandschaften, die oft in Momenten starken Schneefalls und bei Sonnenuntergang festgehalten wurden. Karpoff kann in jeder Hinsicht als italienischer Künstler, insbesondere als lombardischer Künstler, bezeichnet werden. Seine Malerei, die auch Ansichten der Mailänder Landschaft aufgreift, ist von Einflüssen lombardischer Maler wie Eugenio Gignous (1850–1906) und Leonardo Bazzaro (1853–1937) geprägt. Seine Gemälde zeichnen sich daher durch impressionistische Pinselstriche im Stil des 19. Jahrhunderts aus, unterscheiden sich aber auch durch seine große Fähigkeit, Reflexionen und Lichtspiele zu gestalten. In Karpoffs Malerei fehlt auch nicht die Nostalgie für seine Heimat Russland, die sich nicht nur in der malerischen Behandlung, sondern auch in jenem Gefühl der Einsamkeit und Schwebe zeigt, das in den von ihm im Winter untersuchten, schneeüberzogenen Ebenen schwebt und so an die slawische Romantik erinnert. Das hier besprochene Gemälde vereint all diese Merkmale. Die verschneite Landschaft, die im Sonnenuntergang wiedergegeben wird, ist die der ungarischen Landschaft, ein weiterer Ort, der im Repertoire von Karpoff häufig vorkommt. Das Werk zeichnet sich durch die Schönheit der Wiedergabe der rosa und silbernen Reflexionen des Schnees aus, der die Vegetation bedeckt und erstarrt, durch die Intensität des fast ölig-grünen Farbtons, der den Wasserspiegel in der Mitte der Leinwand kennzeichnet, und durch den schnellen Pinselstrich, mit dem Karpoff die Bäume, die kleine Holzhütte, die menschliche Gestalt und das Pferd realisiert. Trotz der Anwesenheit von Lebewesen fehlt jenes bereits erwähnte Gefühl der Schwebe und Einsamkeit nicht, das vielmehr durch die erstarrte Natur des Schnees noch verstärkt wird. Zahlreiche Werke, die verschneite Landschaften darstellen, werden von Karpoff signiert auf dem Antiquitätenmarkt angeboten, und auch das Gemälde „Naviglio d'Inverno“ im Besitz der Fondazione Cariplo wird zu seinen Werken gezählt.