Das ovale Gemälde von Magnasco, auch Lissandrino genannt (Genua, 1667 Mailand, 1749), behandelt ein in der christlichen Tradition beliebtes Thema: die Begegnung des Heiligen Augustinus mit dem Kind, das Wasser aus dem Meer schöpft, eine allegorische Episode, die mit dem Geheimnis der Dreifaltigkeit verbunden ist.
Das Werk zeichnet sich durch die atmosphärische Qualität der Landschaft aus, die mit einem freien und lebendigen Pinselstrich geschaffen wurde und in der der leuchtende Himmel, die bewegten Wolken und das dunkle, zerklüftete Ufer zu den wahren Protagonisten der Komposition werden. Die kleinen Figuren des Heiligen Augustinus und des Kindes, die mit wenigen schnellen Strichen ausgeführt sind, fügen sich auf natürliche Weise in eine Vision starker poetischer Suggestion ein.
Gemäß dem beigefügten Text ermöglichen die direkte Analyse des Gemäldes und sein günstiger Erhaltungszustand, das Werk vollständig Magnascos Hand zuzuschreiben, wobei sich der schnelle und nervöse Pinselstrich als eines der typischsten Merkmale des genuesischen Meisters erweist. In diesem Sinne fügt sich das Gemälde vollständig in die höchste Schaffensperiode des Lissandrino ein, wo erzählerische Erfindung und gestalterische Freiheit ein Gleichgewicht von besonderer Intensität finden.
Höhe 95,5 cm Breite 73,5 cm.