Paar vergoldete thailändische Tempelvögel mit Glocken. Thailand, 19. Jahrhundert.
24 x 10 x H 53,5 cm (jeweils, einschließlich Sockel).
Der Hong – der heilige Vogel der thailändischen buddhistischen Tradition, abgeleitet vom himmlischen Schwan Hamsa der hinduistischen Kosmologie – ist eines der am häufigsten vorkommenden Motive in der Sakralkunst Südostasiens. Er wurde – assoziiert mit Reinheit und Transzendenz – als dekoratives und votives Element in Tempeln aufgestellt.
Die beiden Exemplare, aus Bronze gegossen und mit Lackvergoldung überzogen, weisen die typische zeremonielle Darstellung des Motivs auf: ein eiförmiger Körper, bedeckt mit fein gravierten Schuppen und Spiralmustern, ein verlängerter Hals, der sich nach oben krümmt und in einem schlangenartigen Kopf endet, und ein fächerförmiger Schwanz mit stilisierten Federn. Die seitlichen Flügel, filigran gearbeitet, zeigen ein ornamentales Repertoire aus Voluten und Flammen, charakteristisch für die Tempelproduktionen der Rattanakosin-Ära. Von jedem Hals hängt über einen Metalldraht eine Bronzeglocke mit einem spitzenblattförmigen Klöppel, der dazu bestimmt ist, glückverheißende Klänge zu erzeugen. Jedes Exemplar ruht auf einem konisch abgestumpften, registerartig verzierten Piedestal, das auf einem modernen, schwarz lackierten Sockel sitzt.
Zustandsbericht: Lackvergoldung mit weit verbreiteten Abplatzungen und oberflächlicher Oxidation der Bronze, was dem kultischen Gebrauch und dem Alter des Stücks entspricht. Einige Fehlstellen in den durchbrochenen Flügelbereichen. Moderner Holzsockel in gutem Zustand.
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