Gemälde, das "Blick auf Rom mit ländlicher Szene bei antiken Ruinen, mit dem Palatin von der Via dei Cerchi aus" darstellt, ein Werk von hoher Qualität, ausgeführt von PIETER VAN BLOEMEN, genannt "DER STANDARTENZIEHER" (Antwerpen, 1657-1720)
ca. 1690
Öl auf Leinwand, 76 x 104 cm, mit Rahmen 86 x 112 cm
Privatsammlung, Rom
Vollständige Details unter: www.antichitacastelbarco.it
Als repräsentatives und typisches Zeugnis von Pieter van Bloemen (Antwerpen, 1657-1720), insbesondere seines Aufenthalts in Rom, präsentiert uns diese eindrucksvolle "Ländliche Szene mit Römeransichten" ein ihm congeniales Thema, das wir tatsächlich mehrmals in seinem Katalog mit ähnlichen, aber von der vorliegenden abweichenden Einfällen finden. Es war gerade während seiner römischen Jahre, von 1687 bis 1692, dass er den Höhepunkt seiner Karriere erreichte und schmeichelhafte Erfolge erzielte, dank auch der Hintergründe mit römischen Ruinen, wie die Präsenz verschiedener seiner Werke in den wichtigsten Gemäldesammlungen des römischen Adels bestätigt.
Als Pendant zum vorliegenden Werk ist ein weiteres Gemälde von Van Bloemen erhältlich, von gleichen Abmessungen und mit ähnlichem Thema sowie denselben stilistischen und kompositorischen Merkmalen.
Diese prächtige Leinwand, die somit eine interessante Ergänzung zum Katalog der Werke des flämischen Meisters darstellt, zeigt Pferde und Vieh in Ruhe vor Häusern und antiken Ruinen, in denen eine Römeransicht mit dem Palatin von der Via dei Cerchi aus zu erkennen ist.
Aus der Vordergrundperspektive mit den Tieren, die aus verschiedenen Blickwinkeln studiert und wiedergegeben sind, und einer einzigen männlichen Figur links entwickelt sich die Darstellung diagonal mit den Bauten rechts, wo weitere Figuren erscheinen: ein Mann mit seinem Pferd, einige Gäste, die an einem Außentisch einer Taverne sitzen, denen der Wirt etwas zu trinken bringt.
Pieter ist eindeutig mit der flämischen Idiomatik verbunden, offenbart sich aber im Landschaftstyp und in der stilistischen Ausführung als italianisierend. Während sein Bruder Jan Frans sich auf reine Landschaften mit klassischer Inspiration spezialisieren wird, verbindet Pieter sie in einem bamboccianten Stil und bevorzugt ländliche Szenarien mit antiken Ruinen als Hintergrund für einfache tägliche Aktivitäten: trinkende Pferde, arbeitende Schmiede, ruhende Wanderer nahe Tavernen, Märkte.
Das Interesse an Tieren zeigt sich in der ständigen Anwesenheit von Ziegen, Ochsen, geduckten Hündchen, die hier tatsächlich zu Protagonisten aufsteigen und die Vordergrundebene einnehmen, einem für Van Bloemen recht üblichen Kompositionsschema.
In der umfangreichen, noch zu katalogisierenden Tätigkeit des "Standartenziehers" können jedoch einige Gemälde genannt werden, die aufgrund ihrer Einfälle und insbesondere ihrer römischen Hintergründe bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit dem hier betrachteten Paar aufweisen. Dazu gehören die "Via dei Cerchi" aus einer Privatsammlung, die "Ländliche Szene" ehemals Rospigliosi, die "Pferde am Tränkebecken" aus einer Privatsammlung, die "Römische Szene mit verschiedenen Tieren" ehemals Sammlung Apolloni und das "Campo Vaccino" aus dem Museum von Lille, sowie weitere, alle veröffentlicht in der Monographie Andrea Busiri Vivi. Scritti d’Arte (U. Bozzi Editore 1990, S. 71-90).
[GIANCARLO SESTIERI]
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