Wichtiges Artefakt sakraler Andachtskunst, dieses Tischkruzifix stammt aus der italienischen Barockproduktion des 17. und 18. Jahrhunderts und war für private Gebetsräume und häusliche Andacht bestimmt.
Das Werk zeichnet sich durch die raffinierte Kombination edler Materialien und die hohe handwerkliche Qualität seiner dekorativen Komponenten aus.
Der Korpus Christi, gefertigt aus fein ziseliertem, vergoldetem Bronze, ist nach der traditionellen Ikonographie des "Christus Patiens" dargestellt, mit besonderem Augenmerk auf Anatomie und intensiver Ausdruckskraft. Die Figur hebt sich plastisch stark vom dunklen Hintergrund des Kreuzes ab und erzeugt so einen raffinierten Farb- und Materialkontrast.
Die Struktur des Kreuzes weist eine elegante Alabasterintarsie auf den Balken auf, die von einer Ebenholzleiste eingefasst ist. Die Enden sind mit getriebenen Silberbeschlägen verziert, die mit Muschelmotiven und Blattvoluten verziert sind, typische Zierelemente des barocken Geschmacks. Hinter dem Haupt Christi öffnet sich ein vergoldeter Strahlenkranz, der das göttliche Licht und die himmlische Herrlichkeit symbolisiert.
Das Kruzifix ruht auf einem achteckigen, mehrstufigen Sockel aus geschwärztem Holz, der wahrscheinlich nachträglich hinzugefügt wurde, aber der Typologie liturgischer und Andachtsgegenstände des 17. und 18. Jahrhunderts entspricht.
Aufgrund seiner stilistischen Merkmale und der Qualität der Materialien kann das Werk der Produktion spezialisierter Werkstätten in Mittelitalien zugeordnet werden, insbesondere aus dem florentinischen oder römischen Raum, die im 17. und 18. Jahrhundert tätig waren und für ihre Kombination aus vergoldeter Bronze, Halbedelsteinen und Edelholz bekannt waren.
Technik: Vergoldete Bronze, Alabaster, getriebenes Silber und Holz
Abmessungen: 69 × 41 cm (Kreuz 56 × 41 cm)
Epoche: 17. – 18. Jahrhundert
Restaurierung: Leichte konservatorische Eingriffe
Herkunft: Privatsammlung