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Manufaktur Dresden, 19. Jahrhundert, Paar häuslicher Szenen mit Spiegel und Baldachin

Codice: 453038
2.600
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Epoche: 19. Jh.
Kategorie: '800
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Manufaktur Dresden, 19. Jahrhundert, Paar häuslicher Szenen mit Spiegel und Baldachin  Übersetzt
Beschreibung:
Manufaktur Dresden, 19. Jahrhundert Paar häuslicher Szenen mit Spiegel und Baldachin (2) Bemalte und vergoldete Porzellane, 33 x 23 cm Dieses Porzellanpaar ist eine der faszinierendsten und technisch anspruchsvollsten Zeugnisse europäischer Handwerkskunst der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Obwohl die Stücke die Marke der doppelten "L" mit dem Buchstaben "A" tragen – eine kunstvolle Hommage an die königliche Manufaktur Sèvres von 1753 – liegt ihre wahre Essenz in der außergewöhnlichen Meisterschaft der sächsischen Werkstätten in der Gegend von Dresden, die sich auf die Verwendung des sogenannten "harten" Porzellans spezialisierten (das in Sachsen in Meißen entdeckt wurde). Im Gegensatz zum "weichen" Porzellan ermöglichte es die Schaffung scharfer und widerstandsfähiger Details, wie zum Beispiel die Ränder der Kleider und Baldachine. In dieser Zeit des großen künstlerischen Aufbruchs war Porzellan nicht mehr nur ein Trägermaterial, sondern ein Mittel zur Verherrlichung des Glanzes des Rokoko-Geschmacks, der mit einer materiellen Präzision und einer chromatischen Lebendigkeit neu interpretiert wurde, die die Techniken des vorherigen Jahrhunderts nicht hätten erreichen können. Die szenografische Komposition besticht sofort durch ihre strukturelle Kühnheit: Die beiden Gruppen, die als Pendants paarweise bewundert werden sollen, entwickeln sich um imposante textilen Baldachine. Die Draperien der Vorhänge, die mit virtuosistischem Realismus wiedergegeben sind, der ihr Gewicht und ihre Weichheit simuliert, sind in einem tiefen Karmesinrot gefärbt, einem gesättigten Farbton, der einen königlichen Kontrast zur strahlenden Reinheit des harten Porzellans bildet. Die Einbeziehung der originalen Quecksilberspiegel, die im Herzen der Skulpturen eingelassen sind, ist nicht nur ein dekoratives Schick, sondern ein theatralisches Mittel, das die Tiefe der Szene vervielfacht und den Betrachter einlädt, an der Intimität der dargestellten Figuren teilzunehmen. Die galanten Szenen, die in den beiden Gruppen verewigt sind, erinnern an die Welt von Watteau und Fragonard, wo die Werbung und die Körperpflege zu Kunstformen werden. Einerseits werden wir Zeugen eines höflichen Gesprächs zwischen einem Gentleman in Gala und einer elegant gekleideten Dame; andererseits schildert eine privatere Szene eine Adlige vor dem Spiegel, die in der Zartheit ihres Negligés eingefangen ist. Die Anwesenheit kleiner Schoßhündchen, die mit einer natürlichen Lebendigkeit modelliert sind, die das Porzellan fast zum Leben erweckt, fügt der Strenge der Komposition einen Hauch von Anmut und Häuslichkeit hinzu. Der Reichtum dieses skulpturalen Paares liegt zu einem großen Teil in der unglaublichen Sorgfalt, die den Schneiderdetails gewidmet wurde, wodurch das Porzellan zu einem wahren Musterbuch der historischen Mode wird. Die Verzierung der Kleider beschränkt sich nicht auf eine Farbschicht, sondern versucht, die Textur edler Stoffe durch eine Miniaturmalerei auf höchstem Niveau wiederzugeben. Auf den Gewändern der Protagonisten blühen zarte Blumensträuße, die mit einer Präzision gemalt sind, die an Seidenstickereien aus Lyoner Manufakturen erinnert, während die goldenen Streifen und geometrischen Muster der Hosen und Westen an die Komplexität von Brokatgeweben des 18. Jahrhunderts erinnern. Die Verwendung von Feingold an den Rändern der Jacken und Manschetten ist nicht nur dekorativ, sondern dient zur Simulation der schweren Metallborten, die damals den sozialen Rang der Träger definierten. Jedes Detail, von den zartesten Fingern der Figuren bis zu den goldenen Voluten der achatiert geschwärzten Sockel, zeugt von einer handwerklichen Exzellenz, die diese Stücke weit über die einfache Einrichtungsfunktion hinaushebt und sie zu wahren Meilensteinen der Keramikplastik des 19. Jahrhunderts macht. Das Werk spiegelt den historistischen Trend der europäischen Keramikproduktion der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wider, der durch die Wiederaufnahme der formalen Stile des Ancien Régime gekennzeichnet ist. Der Wert des Ganzen wird hauptsächlich durch die Integrität des Paares und die strukturelle Komplexität der Baldachine mit eingelassenen Spiegeln bestimmt. Diese technischen und ausführungstechnischen Elemente heben diese Exemplare von gewöhnlicher Serienstatue ab und klassifizieren sie als Objekte der dekorativen Kunst mit hoher handwerklicher Qualität.  Übersetzt