Marco Ricci (Belluno 1676 - Venedig 1730) - Idillische Landschaft mit Fluss und Mühle.
44 x 60 cm (ohne Rahmen) - 57 x 74 cm (mit Rahmen).
Öl auf Leinwand, in geschnitztem und vergoldetem Holzrahmen.
Gutachten: Prof. Bernard Aikema (kritisches Gutachten beigefügt).
Marco Ricci, Neffe des Figurenmalers Sebastiano Ricci, ist einer der Hauptvertreter der venezianischen Landschaftsmalerei des frühen 18. Jahrhunderts, tätig zwischen Venedig und England. Sein Werk umfasst Ölgemälde und Temperamalereien, die ländliche Szenen in voralpiner Umgebung darstellen und klare Reminiszenzen an die Region Belluno, seine Heimatstadt, aufweisen.
Das Gemälde, wie Prof. Aikema bemerkt, präsentiert sich als ein ländlicher, idyllischer Ort: Von der baumbestandenen Kulisse links erstreckt sich die Komposition hin zum Flussübergang, dem kleinen Dorf mit der Mühle und dem robusten quadratischen Turm, der das Dorf beherrscht. Entlang der Ufer beleben kleine Figuren die Szene, bei der Wäsche oder einfach in Ruhe, mit Bergen im Hintergrund. Die wiederkehrenden Elemente – die Baumgruppe, die Brücke, der quadratische Turm – kehren regelmäßig im Werk von Ricci wieder und finden direkten Vergleich, in Bezug auf Maße und Komposition, mit einer Tempera in Privatsammlung in Treviso (A. Scarpa Sonino, Marco Ricci, Mailand 1991, S. 228-229, Kat. 43), die in die volle Reife des Künstlers, zwischen dem späten zweiten und frühen dritten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts, datiert werden kann.
Zustandsbericht: Leinwand doubliert. Guter Erhaltungszustand der Maloberfläche.
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