Raffinierte Stillleben im jagdlichen Umfeld, signiert von Franz Anton Grafenstein (unten in der Mitte), einem der angesehensten Tiermaler, der im Wien des 18. Jahrhunderts tätig war und für seine Werke für europäische aristokratische Auftraggeber bekannt ist.
Der Künstler, der an der Akademie der bildenden Künste Wien ausgebildet wurde, spezialisierte sich auf die Darstellung von Tieren und Jagdszenen und entwickelte einen Stil, der sich durch große naturgetreue Aufmerksamkeit und eine genaue Wiedergabe von Oberflächen und Fellen auszeichnete, im Einklang mit der mitteleuropäischen Tradition und beeinflusst von Meistern wie Johann Georg de Hamilton.
Das Werk zeigt eine ausgewogene Komposition mit Fuchs und Fasan, die mit feinfühliger Lichtempfindlichkeit und bemerkenswerter Detailgenauigkeit wiedergegeben wird. Die Sorgfalt bei der Beschreibung des Gefieders und des Fells der Tiere, gepaart mit einer kalibrierten Chiaroscuro-Wiedergabe, verleiht der Szene eine starke visuelle und dekorative Wirkung.
Diese Art von Motiv, das besonders von aristokratischen Auftraggebern geschätzt wurde, sollte Adelssitze und Repräsentationsräume schmücken. Die Ausführungsqualität und die Eleganz der Komposition machen das Gemälde zu einem bedeutenden Beispiel für Grafensteins Werk, das heute von Sammlern sehr begehrt ist.
Technik: Öl auf Leinwand
Maße: 52 × 47 cm (nicht originaler Rahmen 67 × 61 cm)
Epoche: 18. Jahrhundert
Künstler: Franz Anton Grafenstein (Wien, 1717 – 1780)
Restaurierung: konservatorische Eingriffe
Provenienz: Privatsammlung