Dieses Gemälde zeigt das Porträt eines adligen Herrn, der wahrscheinlich der venezianischen Aristokratie angehörte und auf die Zeit zwischen Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts datiert.
Das Subjekt ist mit einer weißen Perücke, der damaligen Mode entsprechend, dargestellt und trägt ein reiches Adelsgewand, das sich durch eine elegante bestickte Weste und einen roten Umhang auszeichnet, Elemente, die Rang und sozialen Status unterstreichen. Die Pose, bei der die Figur auf einem architektonischen Element wie einer Säule oder einem Sockel ruht, erinnert an etablierte Modelle der offiziellen Porträtmalerei des 17. und 18. Jahrhunderts, die darauf abzielten, Würde und Prestige zu erhöhen.
Stilistisch fügt sich das Werk in die Tradition der europäischen aristokratischen Porträtmalerei des 18. Jahrhunderts ein, mit besonderen Affinitäten zur venezianischen Schule, die sich durch Detailgenauigkeit, raffinierte Stoffdarstellung und Einflüsse der französischen bildenden Kultur auszeichnet.
Aufgrund seiner Komposition und Ausführungsqualität ist das Gemälde stilistisch mit Bartolomeo Nazari vergleichbar, der für seine Porträts von Adligen und hochrangigen Persönlichkeiten bekannt ist.
Das Werk wird in einem passenden, aber nicht originalen, verzierten Rahmen präsentiert.
Technik: Öl auf Leinwand
Maße: 66 × 81 cm (Rahmen 87 × 102 cm, nicht original)
Epoche: Ende 17. – Anfang 18. Jahrhundert
Restaurierung: Konservierende technische Maßnahme
Provenienz: Privatsammlung