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Icilio Federico Joni (Siena, 1866-1946)
Bedeutendes Gemälde, das die gekrönte Madonna mit dem Kind darstellt, flankiert von vier Engeln, gemalt nach den Regeln der sienesischen Malerei des 15. Jahrhunderts. Die streng symmetrische Komposition zeigt die nachdenkliche und sanfte Jungfrau, während das Kind, auf ihrem Schoß sitzend, einen Rosenkranz hält, ein Andachtsgegenstand von besonderer ikonografischer Raffinesse. Die elegant an den Seiten des Throns angeordneten Engel zeichnen sich durch zarte Physiognomien und eine dekorative Wiedergabe von Haaren und Gewändern von großer Feinheit aus. Der fein gravierte Goldgrund und der Reichtum des Throns zeigen eine tiefe Kenntnis der spätgotischen sienesischen Vorbilder, die mit der Tradition von Sano di Pietro, Neroccio di Bartolomeo de' Landi und Matteo di Giovanni verbunden sind. Aufgrund seiner stilistischen Merkmale, der Ausführungsqualität und der malerischen Technik ist das Werk ICILIO FEDERICO JONI zuzuschreiben, einem berühmten sienesischen Maler, der zwischen dem späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts tätig war und für seine raffinierten Neuinterpretationen und Rekonstruktionen im antiken Stil bekannt ist, die heute auf wachsendes Interesse des internationalen Sammlertums stoßen.
cm.118x63
Icilio Federico Joni war ein sehr gefragter italienischer Maler und Fälscher, der sich auf die Nachahmung antiker Gemälde (insbesondere der sienesischen Schule) spezialisiert hatte und als Anführer der "Fälscher" derselben Stadt galt. Er war auch unter dem Spitznamen PAICAP bekannt. Der Herrscher der "Fälscherszene" war Joni, der für seine Madonnen berühmt wurde, Reproduktionen der antiken sienesischen Schule. Jonis Werk umfasst Triptychen, die zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden und dann mit großem Erfolg in Europa und den Vereinigten Staaten verkauft wurden.