Wien, ca. 1820-25. Sehr seltener Schreibsekretär des frühen Wiener Biedermeier in unversehrtem Zustand, nahe bei Joseph Danhauser.
Beschreibung:
Wien, ca. 1820-25. Sehr seltener Schreibtisch des frühen Wiener Biedermeier in unversehrtem Zustand, mit ursprünglicher Politur und Schellackfinish, die mit Museumstechnik aufgetragen wurde. Er ist furniert mit hellem Nussbaum-Maserholz von außergewöhnlicher Qualität, im Gegensatz zu neoklassizistischen Motiven in Form einer Vase, die vollplastisch auf leicht dunklerem Nussbaumholz geschnitzt sind, für eine schlichte und elegante Kombination. Dekorative Motive an den Rändern der Platte, im zentralen Querbalken und entlang des gesamten Korpus in Adern, die aus querfurniertem Nussbaumholz bestehen. Das Möbelstück gehört zu den höchsten Leistungen der Wiener Tischlerei der Biedermeierzeit, was Eleganz, Schlichtheit und Abstraktion betrifft, und steht dem großen Designer Joseph Danhauser sehr nahe. Es lässt sich perfekt mit einer modernen Einrichtung zu einem stilvollen Ensemble kombinieren. Es verfügt über eine herrliche Originalpatina und eine ansprechende blonde - bernsteinfarbene Farbe, die die Fotos nicht wiedergeben können. Schöner in natura als auf den Fotos. Er misst 132 cm in der Breite, 69 cm in der maximalen Tiefe und 79 cm in der Höhe. In unversehrtem Zustand, mit Patina, gefestigt und mit einer Schellackbeschichtung, die mit Museumstechniken aufgebracht wurde.
Joseph Ulrich Danhauser, ein großer Wiener Tischler und Designer, dokumentierte sein Produktsortiment in einem umfangreichen, gezeichneten Katalog, von dem Teile (ca. 2.500) die Zeiten überdauert haben und heute im MAK (Österreichisches Museum für angewandte Kunst in Wien) aufbewahrt werden. Dieser Katalog enthält unter anderem 153 Stuhlmodelle, 56 Sofas, 179 Arten von Kronleuchtern und 124 Gardinen. Alle diese Modelle waren fortlaufend nummeriert. Er hatte eine hochrangige Kundschaft aus der gesamten österreichischen Monarchie und Deutschland. Das Unternehmen verfügte über Büros und Verkaufsstellen in Graz, Prag und Budapest. Der prestigeträchtigste Auftrag für Danhauser war die Umgestaltung des Palais Erzherzog Karl (heute Albertina, Sitz eines bedeutenden Wiener Museums) um 1822. Die Möbelfabrik Danhauser nimmt eine herausragende Stellung in der Geschichte der Wiener Möbelherstellung und Innenausstattung ein. Anhand der Entwürfe Danhausers lässt sich die Entwicklung des Wiener Möbelstils verfolgen, der sich zunächst an französischen Vorbildern, wie denen von Percier und Fontaine, orientierte, bald aber eine eigene, präzise und raffinierte Autonomie erlangte. Die herausragende Qualität und Einzigartigkeit Danhausers als Möbelgestalter liegt in der harmonischen Verbindung von Konkretheit und Abstraktion, Funktionalität und Emotion. So übernahm er die Rolle des Vermittlers zwischen Individualität und Anonymität und wurde zu einer der wichtigsten Inspirationen für die Bewegung der modernen Avantgarde. Die Manufaktur Danhauser wurde 1814 von dem Bildhauer und Tischler Joseph Ulrich Danhauser (1780-1829) gegründet, dem Vater des Malersohns Joseph Danhauser. Sie war eines der ersten Unternehmen in Wien, das im Bereich der Innenausstattung tätig war. Da ihm eine spezielle Produktionslizenz erteilt worden war, war es Danhauser möglich, alle mit der Innenausstattung verbundenen Gewerke mit ihren jeweiligen Spezialisierungen zu integrieren und so die erforderlichen Arbeiten unter einem Dach auszuführen. Dazu gehörte in erster Linie die Herstellung von Möbeln und Polstermöbeln, die Herstellung von Beleuchtungskörpern, die Metallbearbeitung und die Herstellung von aufwendigen Vorhängen. Sie ist ein Bezugspunkt in der Design- und Einrichtungsgeschichte. Seine sehr seltenen, originalen Realisierungen, die die Zeiten überdauert haben, werden in wenigen Museen, Schlössern, großen Antiquitätenhandlungen oder renommierten Privatsammlungen, zumeist adliger Provenienz, aufbewahrt.
Beachten Sie das zweite Foto auf dieser Karte, das eine imaginäre Computersimulation ist, in der das Werk in einem Kontext moderner High-End-Einrichtung gedacht ist. Es entstehen eine "Modernität", eine Helligkeit und eine Abstraktion, die für ein vor über zwei Jahrhunderten konzipiertes Werk überraschend sind, sowie ein großer Hauch von Klasse und Eleganz für das Ensemble. Die hohe Wiener Antik-Tischlerei, mit ihrer schlichten und minimalen Eleganz, mit ihren edlen und hellen Hölzern, passt sehr gut zu den Linien moderner Möbel.
In Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Neuen Kodex für Kulturgüter stellt die verkaufende Gesellschaft gleichzeitig mit dem Verkauf eine detaillierte schriftliche fotografische Garantie für die Originalität und Herkunft der verkauften Werke aus. Die Daten, mit denen die Werke beschrieben und dann in den schriftlichen Garantien enthalten sind, sind Ausdruck von sorgfältigen und dokumentierten technischen/historisch/künstlerischen Untersuchungen, einschließlich Gutachten. Das Kopieren und Vervielfältigen derselben für kommerzielle Zwecke und/oder zur Beschreibung anderer zum Verkauf stehender Werke, auch wenn diese in irgendeiner Weise als ähnlich angesehen werden, ist verboten.
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