Frans Francken II (Antwerpen, 1581–1642) Werkstatt/Kreis
Das Gastmahl des Belsazar
Öl auf Leinwand (cm. 98 x 115 - Mit Rahmen cm. 121,5 x 141,5)
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Das Gemälde, das uns ein prächtiges Bankett im Saal eines luxuriösen Palastes zeigt, stellt die biblische Episode dar, in der der babylonische König Belsazar, der im 6. Jahrhundert lebte, die goldenen und silbernen Gefäße, die im Tempel von Jerusalem gestohlen wurden, herbeibringen ließ, um mit seinen über tausend Würdenträgern, Frauen und Konkubinen daraus zu trinken (Bibel, Kap. 5, Buch Daniel).
Mitten im Fest erschien plötzlich ein blendendes Licht - hier evoziert durch die Strahlen, die vom großen Kronleuchter in der Mitte ausgingen - und eine geheimnisvolle Hand ritzte drei unverständliche Worte auf die Wand des Palastes: "Mene, Tekel, Peres" (wörtlich übersetzt "Gezählt, Gewogen, Geteilt").
Die Hofwahrsager waren nicht in der Lage, sie zu interpretieren, aber der Prophet Daniel, der in der Nähe des Königs an dem Bankett teilnahm, enthüllte, dass diese Worte das negative Urteil Gottes über Belsazar waren und das bevorstehende Ende seines Reiches vorhersagten (in derselben Nacht wurde der Herrscher getötet und das babylonische Reich unter Medern und Persern aufgeteilt).
Insbesondere interpretierte Daniel die einzelnen Worte wie folgt: "Mene - Gott hat dein Reich gezählt und ihm ein Ende gesetzt", "Tekel, du bist mit der Waage gewogen und für zu leicht befunden worden", "Peres, dein Reich ist geteilt und den Medern und Persern gegeben" (Daniel 5,1-30).
Das Werk, ein wertvolles Zeugnis des für die flämischen Meister des 17. Jahrhunderts typischen beschreibenden Reichtums, ist stilistisch und in den kompositorischen Entscheidungen der produktiven Werkstatt von Frans Francken (Antwerpen 1581 - 1642) zuzuschreiben, die es liebte, biblische Themen und insbesondere die großen Bankette der Geschichte (die Hochzeit von Esther und Ahasveros, das Gastmahl des Herodes, das Gastmahl des Lazarus...) in ihren Werken aufzugreifen, die ihm die Möglichkeit boten, seiner starken narrativen Neigung Raum zu geben.
Frans Francken II, Sohn eines Künstlers, gilt als der wahre Protagonist der Sippe, derjenige, der die Familienwerkstatt in ein europaweit bekanntes Produktionszentrum verwandelte. Hinzu kommt, dass er von kompetenten Helfern, oft aus seiner Familie, umgeben war und dass seine Söhne die Tätigkeit fortsetzten und sich nur wenig von den bereits ausgiebig erprobten Kompositionen unterschieden.
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN:
Das Gemälde wird komplett mit einem antiken Rahmen verkauft und wird von einem Echtheitszertifikat und einer beschreibenden ikonographischen Karte begleitet.
Wir kümmern uns um den Transport der erworbenen Werke und organisieren ihn sowohl für Italien als auch für das Ausland über professionelle und versicherte Spediteure.
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