Seltener toskanischer neoklassizistischer Konsolentisch aus lackiertem und vergoldetem Holz, Ende des 18. Jahrhunderts
Beschreibung:
Seltener toskanischer neoklassizistischer Konsolentisch aus lackiertem und vergoldetem Holz, Ende des 18. Jahrhunderts
Maße: L 110 × T 57 × H 88,5 cm
Preis: Preis auf Anfrage
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Dieser seltene toskanische Konsolentisch aus der neoklassizistischen Epoche, gefertigt Ende des 18. Jahrhunderts, zeichnet sich durch seine besondere Reliefdekoration aus, die ihn zu einem Unikat macht. Die schlanke und elegante Struktur ruht auf vier sich verjüngenden Beinen, die in dunklen Grün- und Umbra-Tönen lackiert sind, mit fein vergoldeten Profilen und reliefierten Pastiglia-Verzierungen mit ebenfalls vergoldeten floralen Motiven. Der breite Unterboden, der künstlerische Dreh- und Angelpunkt des Möbels, weist einen Fries auf, der an drei Seiten mit hochwertigen Pastiglia-Reliefs verziert ist. Diese stellen in polychromer Bemalung und Vergoldung eine lebhafte Drolerie dar, d. h. eine narrative Sequenz, bevölkert von kleinen Figuren, Tieren (darunter ein Pferd und Vögel), Waldszenen und fantastischen Motiven, die mit einem ironischen, gebildeten und seltenen Geschmack belebt sind. Die Motive folgen aufeinander wie in einem Miniaturtheater von großem Sammlerwert. Ein Element von außergewöhnlicher Originalität ist die Anwesenheit eines Geckos (oder einer Eidechse), der aus der goldenen Reserve des Frieses hervorkommt und bewusst die Symmetrie durchbricht und dem Möbelstück einen spielerischen Charakter verleiht. Dieses Detail, zusammen mit der hohen Qualität der Modellierung, zeugt von der persönlichen Kreativität des Künstlers und macht die Konsole zu einem Unikat, nicht serienmäßig. Unter den dargestellten Szenen erkennt man Putten bei Kinderspielen: auf der Schaukel, bei Picknicks, beim Spielen mit Vögeln oder beim Sammeln von Früchten von Bäumen. Die rechteckige Platte mit profiliertem Rand ist in „Serpentino marino“-Marmoroptik lackiert, mit bewegten Maserungen, die mit raffiniertem malerischem Können ausgeführt wurden und perfekt mit der gesamten Farbpalette übereinstimmen. Die harmonisch abgestimmten tiefen Grüntöne und warmen Umbra-Nuancen betonen die goldenen Reliefs und verleihen dem Werk eine gleichermaßen strenge und lebendige Eleganz. Dieses Möbelstück von großem Charme und Seltenheit aufgrund seiner Ikonographie und Pastiglia-Dekoration stellt einen perfekten Blickfang für einen Eingangsbereich, ein Wohnzimmer oder einen modernen Raum dar, der einen stark dekorativen, aber gleichzeitig leichten und raffinierten historischen Akzent setzen möchte.
Die Vergoldung (Meccatura) ist eine Art Vergoldung, die auf Blattversilberung angewendet wird, damit diese das Aussehen und die Kostbarkeit von Blattgold erhält. Die Vergoldung (Mecca) ist eine alte Farbglasur, deren Rezept in den Werkstätten eifersüchtig gehütet wurde. Sie verwendet Sandracca und Guttapercha in Alkohol, Drachenblut und andere Zutaten, die in Mischung miteinander zu den verschiedenen Farbtönen der Vergoldung beitragen.