Venezianische Lumiera aus geschnitztem und vergoldetem Holz, Ende 18. – Anfang 19. Jahrhundert
Beschreibung:
Elegante venezianische Spiegelleuchte, die auf das Ende des 18. und den Beginn des 19. Jahrhunderts datiert wird, aus fein geschnitztem und blattvergoldetem Holz, mit reichem Zierapparat im spätbarocken Stil, der bereits auf neoklassizistische Empfindlichkeiten ausgerichtet ist.
Die Struktur weist einen geformten und bewegten Rahmen auf, der vollständig mit Voluten, Blättern und Rocaille-Motiven geschnitzt ist und im oberen Teil in einem eleganten durchbrochenen Giebel gipfelt. Die Vergoldung, die besonders reichhaltig und leuchtend ist, wurde wahrscheinlich im Laufe des 19. Jahrhunderts erneuert, was für diese Art von Möbeln üblich war, wobei jedoch eine bemerkenswerte Ausführungsqualität und eine ausgezeichnete dekorative Wirkung erhalten blieben.
Die Leuchte ist mit drei Kerzenhaltern ausgestattet, die aus einer Kombination von Eisen und geschnitztem Holz gefertigt sind und ursprünglich für die Verwendung mit offener Flamme bestimmt waren und später elektrifiziert wurden. Die Struktur ist stimmig und gut in das Ganze integriert.
Der Spiegel ist original mit Quecksilber versehen, heute jedoch stark durch Veränderungen und Abschürfungen aufgrund der Hitze der Kerzen beeinträchtigt, was für Leuchten dieser Art üblich und historisch schlüssig ist. Die Rückseite ist original, intakt und gut erhalten.
Insgesamt ist dies eine venezianische Leuchte von großem dekorativem Reiz, authentisch und szenografisch, ideal als Einrichtungselement mit starkem Charakter.