Auf einer kreuzförmigen Holzkonstruktion sind 5 Plaketten auf der Vorderseite und 4 auf der Rückseite mit Nägeln befestigt, alle aus getriebenem, ziseliertem und vergoldetem Kupferblech; auch die Stärkekante des Kreuzes ist vollständig mit einem getriebenen Metallstreifen bedeckt (mit Ausnahme von 2 kleinen Lücken an der oberen Spitze).
Maße H gesamt 87,5 cm x B 33,5 cm (horizontaler Arm).
Die Struktur ist mit 7 heiligen Bronzebildern auf der Vorderseite und 4 auf der Rückseite versehen, und zwar:
Vorderseite: Gekreuzigter Christus in der Mitte, und an den Ecken: oben der heilige Sebastian, links die Jungfrau Maria, rechts der heilige Johannes, unten Maria Magdalena; zu beiden Seiten Christi zwei geflügelte Engel, getragen von verdrehten und gebogenen Armen, halten die Kelche, um das Blut des Gekreuzigten aufzufangen.
Rückseite: Der heilige Petrus in der Mitte, und an den Ecken die Symbole der Evangelisten: oben der Adler des heiligen Johannes, links der Stier des heiligen Lukas, rechts der Löwe des heiligen Markus, während unten der Engel des heiligen Matthäus fehlt.
Neben dieser letztgenannten Figur fehlen der Struktur einige der Kügelchen, die die Arme des Kreuzes markierten, und wahrscheinlich auch der Titulus über dem Kopf Christi.
Es ist zu beachten, dass alle 11 Figuren auf beiden Seiten des Kreuzes keine Veränderungen oder Ersetzungen gegenüber ihrer ursprünglichen Anordnung erfahren haben und sich in gutem Zustand befinden.
Mit einem kleinen quadratischen Anschlussstück ist der untere Arm auf den traditionellen Kugelknoten aufgesetzt, unter dem sich das rohrförmige Element befindet, das die Stange für den Prozessionsgebrauch des Kreuzes aufnahm.
Für eine genaue kulturelle und chronologische Identifizierung ist es sinnvoll, einige charakteristische Stilmerkmale zu berücksichtigen, wie z. B. die Kreuzarme, die sich in spitze Spitzen erweitern und durch ein zentrales Element elliptischer Form verbunden sind und mit geschwungenen Lappen abschließen; es gibt auch ein besonderes und typisches dekoratives Element, das aus dem gravierten Hintergrund mit abwechselnd glatten und punzierten Rauten besteht.
Diese Elemente lassen das Kreuz um die Mitte des 15. Jahrhunderts datieren und einer fähigen lombardischen Goldschmiedewerkstatt zuschreiben, die in der Herstellung liturgischer Goldschmiedearbeiten erfahren ist; insbesondere ist anzunehmen, dass das Produktionsgebiet auf den nördlichen Teil der Lombardei, vermutlich im Bistum Como, eingrenzbar ist.