Seltenes und exquisites originales Diwanchen von Thonet, aus der Produktionsphase um 1870-80 mit Brandstempel der Manufaktur.
Beschreibung:
Seltenes und exquisites originales Diwanchen von Thonet aus der Produktionsphase um 1880-85 ca. Das Werk befindet sich in ausgezeichnetem Zustand, wurde fachgerecht konsolidiert und restauriert. Mit Patina und für den täglichen Gebrauch geeignet. Aus Bugholz unter Zuhilfenahme von Dampf (Thonet-Patent); Originale Montagen. Ähnliche Möbelstücke sind im Museum für angewandte Kunst in Wien ausgestellt. Maße: cm 92 max. Höhe, 125 breit, 50 tief, Sitzhöhe ca. 47, Armlehnenhöhe 66. Mit originalem Brandstempel der Manufaktur. In ausgezeichnetem Zustand. Patina und Gebrauchsspuren, die dem Alter entsprechen. Elegantes und schlichtes originales antikes Einrichtungselement in warmem, hellem Farbton.
P.S. Die ersten Modelle, die um die Mitte des Jahrhunderts oder kurz danach in Boppard und später in Mähren entstanden, sind Referenzobjekte in der Design- und Möbelgeschichte und von musealer Bedeutung. In den Jahren um 1830 führte Thonet seine Experimente mit in kochendem Leim aufgeweichten Furnierstreifen durch, bevor er die „Bugholzmöbel“ erfand. Im Jahr 1842 berief Fürst Metternich, beeindruckt vom Talent des rheinischen Ebenisten, ihn nach Wien. Hier widmete sich Michael Thonet mit seinen Söhnen der Herstellung von Parkettböden und Möbeln für das Palais Liechtenstein und das Palais Schwarzenberg. Mit der Entwicklung des Stuhls Nr. 4 für das Café Daum am Kohlmarkt in Wien eroberte er schnell die Wiener Kaffeehausszene und legte damit den Grundstein für die Entwicklung des Geschäfts mit Möbeln für die „Gemeinschaft“, d. h. für öffentliche Räume. Mit der Revolution von 1848 verloren viele Menschen ihre Arbeit und fanden eine andere Beschäftigung in den neuen Thonet-Fabriken, in denen Dampfmaschinen in Betrieb waren. Der Erfolg kam 1859, als die Firma Gebrüder Thonet der Söhne von Michael den Stuhl Nr. 14 aus massivem Bugholz vorstellte, den berühmten „Wiener-Geflechtstuhl“, der heute zu den Ikonen der Designgeschichte gezählt wird. Die Gebrüder Thonet erkannten schnell die Notwendigkeit, neue Trends und technische Entwicklungen in ihre Arbeit zu integrieren und übernahmen bestimmte Intuitionen, die sich noch im Anfangsstadium befanden. Von Anfang an präsentierten sie ihre Kreationen auf den Industrie- und Handwerksausstellungen der damaligen Zeit. Die mehrsprachigen Kataloge der Firma Gebrüder Thonet trugen dazu bei, dass die Produkte im Ausland bekannt wurden und schnell zu Bestsellern wurden. So entstanden Verkaufsniederlassungen in den Nachbarländern sowie in weiter entfernten Ländern, bis hin zu einem weltweiten Vertriebsnetz für Thonet-Möbel. Die Entwicklung einer innovativen Technik zur Biegung von Massivholz (mit heißem Dampf), zunächst durch Kochen des Leims, dann durch Befeuchten mit Wasserdampf, der von einem Autoklaven erzeugt wird, um ihm dann in Metallformen die gewünschte Biegung zu verleihen und ihn durch Trocknen in Öfen wieder zu versteifen. Dieses Verfahren wurde dann 1842 patentiert. Michael Thonet starb 1871 in Wien, und die Tätigkeit wurde von seinen Söhnen fortgesetzt. Die wertvollsten originalen Thonet-Möbel sind diejenigen, die in der Phase des „Handwerks und Designs“ des vollen 19. Jahrhunderts hergestellt wurden. Die ersten Modelle, die um die Mitte des Jahrhunderts in Boppard und später in Mähren entstanden, sind Referenzobjekte in der Design- und Möbelgeschichte und von musealer Bedeutung.
In Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Neuen Kodex für Kulturgüter stellt die Verkaufsgesellschaft gleichzeitig mit dem Verkauf eine detaillierte schriftliche fotografische Garantie für die Echtheit und Herkunft der verkauften Werke aus. Die Daten, mit denen die Werke beschrieben werden und die dann in den schriftlichen Garantien enthalten sind, sind Ergebnisse, die aus sorgfältigen und dokumentierten technisch/historisch/künstlerischen Untersuchungen hervorgegangen sind, bis hin zu Gutachten.
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