Apertura ricerca...
Exclusive

Antonio Gherardi (Rieti, 1638 - Rom, 1702) - Schlafender Amor. Öl auf Leinwand (48,5 x 62 cm)

Codice: 428383
Aggiungi ai preferiti
Autor: Antonio Gherardi
Epoche: 17. Jh.
Kategorie: Allegorie
Aussteller
Galleria Giamblanco
Alle Artikel des Händlers anzeigen
Via Giovanni Giolitti 39, Torino (TO (Torino)), Italien
0039 0115691502
0039 3385722525 | 0039 3475642884
http://www.giamblanco.com
Antonio Gherardi (Rieti, 1638 - Rom, 1702) - Schlafender Amor. Öl auf Leinwand (48,5 x 62 cm)  Übersetzt
Abmessungen: : 48,5cm cm,: 62cm cm,: 2cm cm
Beschreibung:
Ein geflügelter Knabe schläft friedlich, nackt unter weißen Leinentüchern und in eine kostbare Samtdecke gehüllt. Dieser Knabe ist Amor: Das purpurrote Kissen und der Köcher voller Pfeile, der im Vordergrund zurückgelassen wurde, passen zu ihm. Die Ikonographie seines Schlafes, die im klassischen Zeitalter kodifiziert und in der Renaissance wiederbelebt wurde, hatte bei der Gefolgschaft Caravaggios und unter den verschiedenen Interpreten des Barocks des 17. Jahrhunderts erneute Popularität erlangt, um jenen schwebenden Moment melancholischer Idylle zu feiern, in dem die fatale Macht dieses unbeständigen Jünglings nicht wirken kann. Die physiognomischen Besonderheiten seines Gesichts, zusammen mit der üppigen Landschaft im Hintergrund, von vager ›Molesca‹ Abstammung, ermöglichen es, das Gemälde dem Pinsel des aus Rieti stammenden Antonio Gherardi zuzuschreiben: einem der originellsten Künstler des römischen Barocks, dessen kritische Neubewertung, nach der bahnbrechenden Öffnung durch Hermann Voss im Jahr 1924, vor allem der Ausstellung in Rieti im Jahr 2003 und einem neueren Monografieartikel von Francesco Petrucci zu verdanken ist (Voss 1924, S.562/564; Antonio Gherardi 2003; Petrucci 2022). Als Maler, Architekt und Erfinder war Gherardi ein universeller Künstler, der sich in den unterschiedlichsten Bereichen etablierte: von der Zeichnung bis zum Stich, von der Stuckmodellierung bis zur Regie komplexer vergänglicher Apparate, bis hin zum Entwurf anspruchsvoller sakraler und profaner Einrichtungsgegenstände. Das vorliegende Werk, das aufgrund seiner ausgeprägten neovenetischen Ausrichtung in das siebte Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts datiert werden kann, stellt einen sehr frühen Beweis für Gherardis malerischen Werdegang dar, der sich noch in der Entwicklung befindet, da es sich um eine Reaktion auf die Anregungen handelt, die der Künstler während seiner Studienreise durch Norditalien (Bologna, Mailand und Venedig) zwischen Ende 1667 und Anfang 1669 auf der Suche nach dem «Geschmack, der Art und der schönen lombardischen Farbe» erhalten hat (Pascoli, in Vite de pittori 1730/1736, 1736, ed.1992, S. 726). Die Figur des Cupido weist Ähnlichkeiten mit anderen Putten auf, die Gherardi Jahre später in einigen Altarbildern malte, wie die «Madonna mit Kind und Sant'Andrea» in Gubbio oder die «Erziehung der Jungfrau» im Dom von Poggio Mirteto, die sich durch klarere und kompaktere Formen auszeichnen, die für seine reife Sprache typisch sind und heute besser bekannt sind. Die für diesen Anlass durchgeführten diagnostischen Untersuchungen ermöglichen es zudem, die kalibrierte Entstehung der Komposition des Gemäldes zu verfolgen: Neben den leichten Anpassungen in der Position des Gesichts von Amor ist unter Röntgenstrahlen eine deutliche Reue in der Position des linken Beins erkennbar, das zunächst nackt und gebeugt gemalt und dann vom Künstler im Laufe der Arbeit abgesenkt wurde, um der Landschaft mehr Raum zu geben. [YURI PRIMAROSA] -Auszug aus dem Katalog: «Galleria Giamblanco trent'anni di attività»  Übersetzt