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Ligurische Schule, 18. Jahrhundert, Madonna mit Kind und Johannesknabe

Codice: 425395
2.800
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Epoche: 18. Jh.
Kategorie: Skulpturen 17. Jahrhundert
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Ligurische Schule, 18. Jahrhundert, Madonna mit Kind und Johannesknabe 
Beschreibung:
Ligurische Schule, 18. Jahrhundert Madonna mit Kind und Johannesknabe Marmor, H. 43 cm Sockel, 16 x 8 cm Die vorliegende Skulptur, die eine Madonna mit Kind und den Johannesknaben zu ihren Füßen darstellt, ist ein Marmorwerk der Genueser Schule des 18. Jahrhunderts, die sich im Gefolge der großen Barockbildhauer des genuesischen 17. Jahrhunderts wie Pierre Puget (Marseille 1620 –1694) und Filippo Parodi (Genua, 1630 – Genua, 22. Juli 1702) entwickelte. Die offensichtliche Angleichung an die Modelle von Puget und Parodi lässt eine Datierung des Werkes auf die ersten Jahre des 18. Jahrhunderts vermuten, als das Thema des Heiligen, entleert von pathetischen Akzenten hin zu einem leichteren und gedämpfteren Ton, eine fortschreitende Stilisierung der Formen und der unverwechselbaren physiognomischen Züge erfährt, wie z.B. der Schnitt der Augen, der schärfer wird. Es ist interessant festzustellen, dass der kleine Jesus, den die Jungfrau im Arm hält, hier wie ein gewöhnliches Kind erscheint, leicht pummelig und dabei ertappt, wie er die Aufmerksamkeit seiner Mutter sucht, die stattdessen in die Ferne vor sich schaut, als ob sie sein dramatisches Schicksal ahnen würde. Zu Füßen des Gewandes, in einer ebenso spielerischen Haltung, befindet sich der kleine Johannesknabe. Eine ähnliche Behandlung des Themas – hier neu interpretiert – lässt sich in der Madonna Carrega von Pierre Puget finden, die sich heute im Museo di Sant’Agostino in Genua befindet, sowie in der doppelseitigen Statue mit Madonna und Kind und dem Heiligen Antonius und Kind von einem unbekannten genuesischen Bildhauer aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die im selben Museum aufbewahrt wird. Ein weiterer Bezug findet sich in der Produktion von Filippo Parodi: Die Behandlung des Kindes und die Pose seiner Madonna del Carmine in der Kirche Santi Vittore e Carlo in Genua müssen eine Inspiration für den vorliegenden Gestalter gewesen sein.