Anton Simm, Jablonec Nad Nisou (Gablonz), Nordböhmen, Sudetenland, 1830-35, Biedermeierzeit. Außergewöhnlicher Kelch von musealem Wert, radgeschliffen und im Original mit "A.S." monogrammiert. Höhe 17,2 cm, Breite 9 cm. Der Kelch zeigt 8 Allegorien der menschlichen Tugenden. Geduld; Eitelkeit; Liebe; Gerechtigkeit; Glaube; Hoffnung; Tapferkeit (auf dieser Allegorie hat der Künstler seine Signatur platziert); Sanftmut.
Anton Simm, geboren am 3. Juni 1799 in Jablonec nad Nisou, einem malerischen Ort in Nordböhmen, im Herzen der Region des Riesengebirges, wo die schönsten böhmisch-deutschen Werke der Biedermeierzeit entstanden, war einer der größten Glasbildhauer und -schleifer, die je gelebt haben. Er wurde von seinem Vater, einem weiteren großen Schleifer, Wenzel Simm, in diese Kunst eingeführt. Er leitete eine angesehene Manufaktur, in der Werke mit religiösen Motiven, Jagdszenen, Pflanzen und Tieren und selten Allegorien geschliffen wurden. Kelche, die mit allegorischen Szenen geschliffen wurden und bis heute erhalten sind, sind äußerst selten und von geringer Größe. Es ist weltweit kein weiterer Kelch bekannt, der vom Künstler handsigniert ist und Allegorien in dieser Größe darstellt. Dieses Werk ist in perfektem Zustand und ist 17,2 cm hoch und 9 cm breit. Der Künstler starb am 17. März 1873 ebenfalls in Jablonec nad Nisou. Seine originalen, signierten Werke, die bis heute erhalten sind, sind äußerst selten. Neben dem von uns angebotenen, wahrscheinlich dem schönsten, sind nur wenige weitere bekannt, die größtenteils in öffentlichen Museen aufbewahrt werden (Metropolitan Museum, Museum für angewandte Kunst Prag, Liechtestein Museum Wien). Literatur: Pasaurek - Philippovitvich, Glaeser der Empire- und Biedermeierzeit, S. 79-85; Paul von Lichtemberg, Glasgravuren des Biedermeier, S. 293-295; Glanz und Farbe, Liechtestein Museum Wien, S. 85-86; Licht und Farbe, Rudolf von Strasser, S. 517-518.
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