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Seltene Serie von vier Michael Thonet Theaterstühlen aus dem Jahr 1870, unbeschädigt.

Codice: 401325
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Epoche: 19. Jh.
Kategorie: des 19. Jh.
Aussteller
Principessa Sissi ® antichità. Alto antiquariato
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Via Gemona 10\12, Udine (UD (Udine)), Italien
00390432229741
00393482325219
http://www.principessasissi.com
Seltene Serie von vier Michael Thonet Theaterstühlen aus dem Jahr 1870, unbeschädigt. 
Beschreibung:
Seltene Serie von vier Michael Thonet Theaterstühlen aus der Produktion von 1870. Unbeschädigt. Aus dampfgebogenem Buchenholz. Mit Brennstempel und originalem Etikett der Manufaktur. Maximale Höhe 76, Sitzhöhe 46, maximale Breite 41, maximale Tiefe 50. Dampfgebogenes Buchenholz, gebeizt und naturbelassen. Poliert mit Schellacktupfer. Unbeschädigte Objekte mit feiner Schellackpolitur durch Tupfen. Stempel und Etikett der Manufaktur. Wien um 1870.  Geschichte der renommierten Manufaktur Thonet. Um 1830 führt Thonet seine Experimente mit Furnierstreifen durch, die in heißem Leim aufgeweicht werden, bevor er die „Möbel aus gebogenem Holz“ erfindet. 1842 beruft Fürst Metternich, beeindruckt vom Talent des rheinischen Ebenisten, ihn nach Wien. Hier widmet sich Michael Thonet mit seinen Söhnen der Herstellung von Parkettböden und Möbeln für das Palais Liechtenstein und das Palais Schwarzenberg. Mit der Kreation des Stuhls Nr. 4 für das Café Daum am Kohlmarkt in Wien erobert er schnell die Wiener Kaffeehausszene und legt den Grundstein für die Entwicklung des Sektors der Möbel für „Gemeinschaften“, d. h. für öffentliche Bereiche. Mit der Revolution von 1848 verlieren viele Menschen ihre Arbeit und finden eine andere Beschäftigung in den neuen Thonet-Fabriken, in denen Dampfmaschinen in Betrieb sind. Der Erfolg kommt 1859, als die Firma Gebrüder Thonet der Söhne von Michael den Stuhl Nr. 14 aus gebogenem Massivholz präsentiert, den berühmten „Wiener Stuhl“, der heute zu den Ikonen der Designgeschichte zählt. Die Gebrüder Thonet erkennen schnell die Notwendigkeit, neue Trends und technische Entwicklungen in ihre Arbeit zu integrieren und sich bestimmte Intuitionen, die sich noch im Embryonalstadium befinden, zu eigen zu machen. Von Anfang an präsentieren sie ihre Kreationen auf den Industrie- und Handwerksausstellungen der damaligen Zeit. Die mehrsprachigen Kataloge der Firma Gebrüder Thonet tragen dazu bei, die Produkte im Ausland bekannt zu machen, die schnell zu Bestsellern werden. So entstehen Verkaufsniederlassungen in den Nachbarländern, aber auch in weiter entfernten Ländern, bis sich ein Vertriebsnetz von Thonet-Möbeln auf der ganzen Welt entwickelt. Die Ausarbeitung einer innovativen Technik zum Biegen von Massivholz (Heißdampf), zunächst durch Kochen des Leims, dann durch Befeuchten mit Wasserdampf, der durch einen Autoklaven erzeugt wird, um ihm dann die gewünschte Biegung in Metallformen zu verleihen und ihn durch Trocknen in Öfen wieder starr zu machen. Letzteres Verfahren wurde dann 1842 patentiert. Michael Thonet stirbt 1871 in Wien und das Geschäft wird von seinen Söhnen weitergeführt. Die wertvollsten Original-Thonet-Möbel sind die, die in der „Handwerks- und Designphase“ des vollen 19. Jahrhunderts hergestellt wurden. Die ersten Modelle, die um die Mitte des Jahrhunderts zuerst in Boppard, dann in Mähren hergestellt wurden, sind Referenzobjekte in der Design- und Möbelgeschichte und von musealer Bedeutung. Die Produktion des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts behält ein bemerkenswertes künstlerisch-sammlerisches Interesse, da die Produktion noch gepflegt, in der Anzahl begrenzt und mit einer Technik ähnlich den Prototypen war. Das Österreichische Museum für angewandte Kunst in Wien und das Museum der Thonet GmbH in Frankenberg, Hessen, besitzen eine der umfangreichsten Sammlungen originaler Thonet-Stühle. In Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Neuen Gesetzbuches für Kulturgüter stellt das Verkaufsunternehmen gleichzeitig mit dem Verkauf eine detaillierte schriftliche fotografische Garantie für die Originalität und Herkunft der verkauften Werke zur Verfügung. Die Daten, mit denen die Werke beschrieben werden und die dann in den schriftlichen Garantien enthalten sind, sind ausdrückliche Feststellungen, die das Ergebnis sorgfältiger, eingehender und dokumentierter technisch/historisch/künstlerischer Untersuchungen sind.