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Martino Altomonte, Sant'Orsola in Gloria

Codice: 401001
4.800
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Autor: Martino Altomonte
Epoche: 17. Jh.
Kategorie: religiöse
Aussteller
Ars Antiqua SRL
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Via Pisacane, 55, Milano (MI (Milano)), Italien
+39 02 29529057
http://www.arsantiquasrl.com
Martino Altomonte, Sant'Orsola in Gloria  Übersetzt
Beschreibung:
Martino Altomonte (Neapel, 1657 – Wien, 1745), zugeschr. Sant’Orsola in Gloria Öl auf Leinwand, 135 x 88 cm     Die ersten Zeugnisse über das Leben der Heiligen Ursula stammen aus dem 9. Jahrhundert, als in einer Krypta in der Nähe von Köln die Reliquien zahlreicher junger Frauen gefunden wurden. Diese Reliquien wurden mit einer lokalen Legende in Verbindung gebracht, die von einer britischen Prinzessin namens Ursula und ihren elftausend Jungfrauen erzählt, die von den Hunnen gemartert wurden. Der Legende nach verweigerte Ursula, die einem hunnischen Prinzen versprochen war, die Heirat, um sich dem religiösen Leben zu widmen. Zusammen mit Tausenden von Jungfrauen schiffte sie sich ein, um nach Rom zu pilgern und sich taufen zu lassen. Bei ihrer Rückkehr fanden sie Köln von den Hunnen belagert vor. Anstatt ihren Glauben aufzugeben, ließen sich die Jungfrauen von den Barbaren töten. Insbesondere Ursula wurde von einem Pfeil durchbohrt. Und genau der Moment vor dem Tod wird im Hintergrund des Gemäldes dargestellt: Ursula, an Fesseln gefesselt, kurz davor, von dem bereits vom Soldaten gespannten Pfeil getroffen zu werden, in der Ferne zeugt ein Knäuel von Körpern von der brutalen Episode. In der Mitte der Komposition wird die Figur der Heiligen in einem Wirbel von Wolken und göttlichem Licht in den Himmel erhoben. Ihre Kleidung ist raffiniert und reich: Die goldenen Profile der Gewänder, die Perlen um den Hals, die Krone und der mit Hermelin verbrämte Umhang unterstreichen ihre königliche Abstammung. In ihren Händen hält sie den Palmzweig als Symbol des Martyriums, während zwei Engel zu ihren Füßen die Pfeile als Hinweis auf ihren grausamen Tod, die Lilie, die auf ihre Reinheit und Jungfräulichkeit anspielt, und den Lorbeerkranz, das Symbol für Sieg und Triumph, halten. Die Komposition des Gemäldes, insbesondere in der Behandlung des Gesichts der Heiligen mit den Augen, die in tiefer göttlicher Ekstase nach oben gerichtet sind, erlaubt es uns, das vorliegende Gemälde mit dem Werk von Martino Altomonte (Neapel, 1657 – Wien, 1745) in Verbindung zu bringen. Zur Untermauerung der Zuschreibung seien einige Werke des Meisters genannt, wie das Gemälde des Altars des Heiligen Bernhard in der Abtei Lilienfeld; in diesem werden die starken Hell-Dunkel-Kontraste des Gesichts und der allgemeine warme Ton der Komposition in unserem Gemälde aufgegriffen. Der gleiche sorgfältige Umgang mit Schatten, vor allem in der Beschreibung der Gesichter, findet sich auch in anderen Gemälden wie der Auferweckung des Sohnes der Witwe von Naïm in der Kirche San Carlo Borromeo, Wien, oder der Kreuzigung mit Maria Magdalena im Kunsthistorischen Museum. Martino Altomonte wurde 1657 in Neapel geboren, wohin sein aus Tirol stammender Vater ausgewandert war. Sein eigentlicher Name ist Johann Martin Hohenberg. Altomonte wurde als Lehrling bei Baciccia und dann bei Giacinto Brandi und Carlo Maratta ausgebildet. Nach einer langen künstlerischen Laufbahn wurde er 1684 Hofmaler von Johann III. Sobieski, König von Polen, und änderte aus diesem Anlass seinen Namen in Altomonte. Im Auftrag des Königs fertigte er unter anderem zwei Darstellungen der Siege Johanns III. über die Türken an: Den Durchbruch der Belagerung Wiens und die Schlacht von Parkany (heute in der Pfarrkirche von Zólkiew, Provinz Lemberg). Er verzierte dann die Residenz des Sobieski in Wilanów bei Warschau (ihm können die mythologischen Szenen zugeschrieben werden) und fertigte viele Porträts an. Unter diesen ist besonders das Porträt der Königin Maria Kazimiera mit ihren Kindern hervorzuheben, eine komplizierte allegorische Komposition, die von Beispielen der französischen Hofmalerei inspiriert ist. Nach dem Tod des Königs (1696) trat Altomonte in den Dienst verschiedener polnischer Adelsfamilien: der Wodzicki, des Marschalls Stanislaw Jan Jablonowski, von Jan Dobrogost Bonawentura Krasinski. Die Werke aus dieser Zeit wurden alle zerstört. Die Invasion Polens durch Karl XII. veranlasste Altomonte, den Staat zu verlassen und nach Wien zu ziehen, wo er 1703 hinzog. 1707 wurde er in die Malakademie aufgenommen und zum Gehilfen des Direktors Peter von Strude ernannt. In den Jahren 1703-1720 widmete er sich vor allem im Auftrag der kaiserlichen Familie Dekorationsarbeiten, wie im Schloss Mirabell in Salzburg (1718), oder biblischen und mythologischen Kompositionen (Susanna und die Alten, 1709, heute im Belvedere-Museum in Wien). Das bekannteste Werk aus dieser Zeit ist die Decke (1716) des Marmorsaals des Unteren Belvedere mit der Apotheose des Prinzen Eugen, einem großen allegorischen Fresko, das typisch für den österreichischen Barock des frühen 18. Jahrhunderts ist. 1720 zog er nach Linz und blieb bis zu seinem Tod in dieser Stadt, wobei er sich abwechselnd im Zisterzienserkloster Heiligenkreuz aufhielt. In dieser letzten Periode widmete er sich vor allem der Malerei religiöser Themen und fertigte zahlreiche Gemälde für österreichische Kirchen an (Heiligenkreuz, Herzogenburg, St. Pölten, Linz, Wilhering, Kremsmünster usw.). Altomonte entwickelte einen gemischten neapolitanisch-venezianischen Stil, der lange Zeit den Standard für die Wiener Barockmalerei darstellte. In seinen Gemälden verstand er es, die für die venezianische Malerei typischen Pastelltöne in die Elemente des dramatischen neapolitanischen Helldunkels einzuführen.         Das Objekt ist in gutem Zustand.  Übersetzt