Bedeutender Schreibtisch des frühen Wiener Biedermeier, leichte Abweichung von Nr. 31, höchstwahrscheinlich von Joseph Danhauser
Beschreibung:
Bedeutender Schreibtisch des frühen Wiener Biedermeier, leichte Abweichung von Nr. 31, höchstwahrscheinlich von Joseph Danhauser oder vielleicht, aber weniger wahrscheinlich, ein enger Kreis ihm nahestehender Künstler. Wien 1815-20. Das Werk von musealer Bedeutung befindet sich in einem Zustand praktischer Unversehrtheit und in Originalpatina. Es ist fein von Hand mit Schellack poliert, mit einer Technik von Museumsstandard. Es ist mit Kirschbaumfedern von unglaublicher Qualität furniert, mit ebonisierten Details. Auch die Innen- und Außenbeschläge sind Originale aus der Zeit. Es handelt sich um eine Variante oder Personalisierung des berühmten Schreibtisches Nr. 31, dessen Exemplar im Museum für angewandte Kunst in Wien am Anfang des Empire- und Biedermeiersaals aufbewahrt wird (siehe Foto unten, bereits gemeinfrei - Quelle Wikipedia). Dieses Werk selbst im Besitz des Museums für angewandte Kunst in Wien ist eine Personalisierung – Variation der Originalzeichnung (siehe Miniatur unten – Eigentum Archive des Museums für angewandte Kunst in Wien). Das Wiener Möbelstück hat zwar die beiden hochklappbaren Seiten, weist aber nicht die kannelierten Säulen im griechisch-römischen Stil auf, die im von uns angebotenen Möbelstück vorhanden sind. Diese Kannelierungen sind praktisch eine „Signatur“ und ein typisches Merkmal der Möbel aus der Manufaktur von Joseph Ulrich Danhauser. Die Linie, die materielle Qualität und die handwerkliche Meisterschaft führen dieses Möbelstück mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Danhauser-Manufaktur in Wien zurück, der es zugeordnet werden kann. Literatur „Biedermeier, die Erfindung der Einfachheit“, Ausstellung Albertina Wien des Kurators Dr. Klaus Arbert Schroeder; Zeichnungen von Joseph Ulrich Danhauser – Sammlung MAK Wien. Maße: H. 78 cm, B. 132,5 cm, T. 81 cm
Joseph Ulrich Danhauser, ein bedeutender Wiener Kunsttischler und Designer, dokumentierte seine Produktpalette in einem umfangreichen gezeichneten Katalog, von dem Teile (ca. 2.500) die Zeiten überdauert haben und heute im MAK (Österreichisches Museum für angewandte Kunst in Wien) aufbewahrt werden. Dieser Katalog enthält unter anderem 153 Stuhlmodelle, 56 Sofas, 179 Arten von Kronleuchtern und 124 Vorhänge. Alle diese Modelle waren fortlaufend nummeriert. Er hatte einen hochrangigen Kundenkreis aus der gesamten österreichischen Monarchie und Deutschland. Das Unternehmen verfügte über Büros und Verkaufsstellen in Graz, Prag und Budapest. Die prestigeträchtigste Aufgabe, die Danhauser anvertraut wurde, war der Umbau des Palais Erzherzog Karl (heute Albertina, Sitz eines bedeutenden Wiener Museums) um 1822. Die Möbelfabrik Danhauser nimmt einen herausragenden Platz in der Geschichte der Wiener Möbelherstellung und der Inneneinrichtung ein. Die Entwürfe von Danhauser ermöglichen es, die Entwicklung des Wiener Möbelstils zu verfolgen, der zunächst auf französischen Modellen wie denen von Percier und Fontaine basierte, aber bald eine eigene, präzise und verfeinerte Autonomie erlangte. Die außergewöhnliche Qualität und Einzigartigkeit von Danhauser als Möbelgestalter liegt in der harmonischen Verbindung von Konkretheit und Abstraktion, Funktionalität und Emotion. So übernahm er die Rolle des Vermittlers zwischen Individualität und Anonymität und wurde zu einer der wichtigsten Inspirationen für die Bewegung der modernen Avantgarde. Die Manufaktur Danhauser wurde 1814 von dem Bildhauer und Kunsttischler Joseph Ulrich Danhauser (1780-1829) gegründet, dem Vater des Malers Joseph Danhauser. Sie war eines der ersten Wiener Unternehmen, das im Bereich der Innenausstattung tätig war. Nachdem ihm eine spezielle Produktionslizenz erteilt worden war, war es Danhauser möglich, alle mit der Innenausstattung verbundenen Gewerke mit den entsprechenden Spezialisierungen zu integrieren und so die notwendigen Arbeiten unter einem Dach auszuführen. Dazu gehörten vor allem die Möbelherstellung und die Polsterei, die Herstellung von Beleuchtungskörpern, die Metallbearbeitung und die Herstellung aufwendiger Vorhänge. Es ist ein Bezugspunkt in der Geschichte des Designs und der Einrichtung. Seine äußerst seltenen, original erhaltenen Werke werden in wenigen Museen, Burgen, großen Antiquitätenhandlungen oder prestigeträchtigen Privatsammlungen, meist adliger Herkunft, aufbewahrt.
In Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Neuen Kodex für Kulturgüter stellt das verkaufende Unternehmen gleichzeitig mit dem Verkauf einen detaillierten schriftlichen fotografischen Garantienachweis für die Echtheit und Herkunft der verkauften Werke aus. Die Daten, mit denen die Werke beschrieben werden und die dann in den schriftlichen Garantien enthalten sind, sind ausdrückliche Festlegungen, die das Ergebnis sorgfältiger und dokumentierter technischer/historischer/künstlerischer Untersuchungen bis hin zu Gutachten sind.
Erkennen Sie das echte Wiener Biedermeier der ersten Periode und unterscheiden Sie es von den späten oder nordeuropäischen Nachahmungen! Lesen Sie die Geschichte dieses eleganten und nüchternen Stils und lernen Sie, die zeitlosen Wiener Meisterwerke der Designer von 1815 bis 1830 zu bewerten! Klicken Sie auf den Link am Ende der Seite, um einen unveröffentlichten, prägnanten, für Italien einzigartigen, praktischen Leitfaden mit Links und einem virtuellen Besuch von Museen und Galerien in Wien zu lesen.