Eleganter englischer Regency-Tisch – Schreibtisch in der Mitte aus Mahagoni. Die Platte wird von zwei eleganten, leierförmigen Stützen getragen, die aufgrund der „Saiten“ in ihrem Inneren an das gleichnamige Musikinstrument erinnern. Die Beine sind typisch bewegt und kanneliert, wobei ihr Endteil aus Messing in Form eines Tierfußes die kleinen Räder verbirgt. In der mittleren Blende des Tisch-Schreibtischs befinden sich vier gegenüberliegende Schubladen (von denen ein Paar gefälscht ist) mit fein gearbeiteten Messinggriffen. Die mit Ebenholz verzierte Platte hat zwei seitliche Klappen, die einzeln (z. B. an der Wand) oder beide abgesenkt werden können.
England: 19. Jahrhundert
Maße: Länge: cm 85
Länge mit den beiden Klappen cm 148,5
Breite: cm 50
Höhe: cm 78
REGENCY-STIL (1811-1830):
Der Regency-Stil, so genannt nach der Regentschaft von Prinz Georg von Wales (1811-1820), der später als Georg IV., König von England (1820-1830), gekrönt wurde.
Dieser Stil zeichnete sich durch die Wiederaufnahme von Formen und Motiven aus der antiken Welt (neugriechischer, neoägyptischer, neorömischer Stil), aus der gotischen Zeit (Neugotik) und aus dem Fernen Osten (Geschmack an Chinoiserie und lackierten Möbeln) aus. Zu den Vertretern des Stils gehörten der Architekt H. Holland (Autor der neuen Innenausstattung von Carlton House in London, dem ehemaligen Wohnsitz des Prince of Wales) und der Kunsttischler und Tapezierer G. Smith. Eines der originellsten Produkte dieser Zeit waren die Stoffe, darunter der „Cinz“, der mit einer charakteristischen Blumen- und Vogeldekoration indischen Ursprungs bedruckt war.
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