Adolfo Laurenti (1858 – 1944), Büste eines Mannes in Toga
Beschreibung:
Adolfo Laurenti (Monte Porzio Catone, 23. April 1858 – Rom, 1944)
Büste eines Mannes in Toga
Terrakotta, cm 21 x 18 x 12
Adolfo Laurenti wurde am 23. April 1858 in Monte Porzio (ab 1872 Monte Porzio Catone) geboren. Er war Schüler der Accademia nazionale di San Luca und lehrte Bildhauerei am Istituto d’arte in Urbino. Er wurde mehrfach bei Wettbewerben und internationalen Ausstellungen ausgezeichnet.
Adolfo Laurenti gehörte zu den Künstlern, die dazu beitrugen, das säkulare Bild des neuen Staates zu schaffen, der 1861 gegründet wurde, und nahm an wichtigen künstlerischen Unternehmungen seiner Zeit teil, die vor allem auf den Bau von Denkmälern für illustre Persönlichkeiten abzielten. Seine künstlerische Forschung beginnt mit einem Realismus klassischer Inspiration, wie zum Beispiel in der gefeierten Büste eines römischen Senators, um dann, wie im Fries an der Fassade der Galleria nazionale di arte moderna in Rom, Charakteren näher zu kommen, die dem floralen Stil und dem Symbolismus näher stehen. In seinem Atelier wurden Libero Frizzi (1893-1954) und Edgardo Simone (1890-1948) ausgebildet, der mit Laurenti an der Realisierung der Werke für die Internationalen Ausstellungen in Rom im Jahr 1911 zusammenarbeitete. Im Jahr 1908 arbeitete er am Vittoriano, der wichtigsten künstlerischen Baustelle Roms zu dieser Zeit, und beteiligte sich am Wettbewerb für die beiden Quadrigen, die für die Propyläen bestimmt waren. Paolo Bartolini und Carlo Fontana gewannen, aber Laurenti wurde in die Gruppe von Künstlern aufgenommen, die mit der Ausführung der Flachreliefs beauftragt waren, die Ruhm und Siege für die Pronaos darstellten.
Im Jahr 1880 etablierte er sich auf nationaler Ebene mit der Auszeichnung auf der Ausstellung in Turin, wo er vier Werke präsentierte: Ein Araber, Eine Araberin, Ein Augur und vor allem der oben erwähnte Römische Senator, eine Büste, die bemerkenswerte Anerkennung fand und die Ehre hatte, auf dem Cover der Illustrazione Italiana veröffentlicht zu werden. Im Zuge dieses Erfolgs kann die vorliegende Terrakotta-Skulptur eingefügt werden, die einen römischen Togatus darstellt: Der kahle Kopf ist von Lorbeerblättern gekrönt, während der Oberkörper von den voluminösen Drapierungen einer Toga umhüllt ist.
Laurenti macht die Linie zu seinem plastischen Mittel par excellence: Sein Hauptmerkmal sind die unbestimmten Konturen, die dazu dienen, die Solidität der Figur hervorzuheben. Dem Künstler gelang es immer, seinen Figuren trotz der Vereinfachung der Volumen und Formen eine wahre Monumentalität zu verleihen.
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