Anonym
(18. Jahrhundert)
Arlecchino
Aquarell-Zeichnungen
Maße: 232 x 176 mm
Die Bedeutung des Karnevals und seine Ursprünge lassen sich bis ins antike Rom zurückverfolgen, als es während der Saturnalien einige Bräuche gab, die sich noch heute wiederholen, wie z. B. das Tragen von Masken. Die berühmtesten Figuren der damaligen Zeit waren Colombina, Meneghino und Pulcinella. Die anderen traditionellen italienischen Masken "entstanden" im 17. Jahrhundert mit der Commedia dell'Arte, wie Pantalone, Gianduja und Arlecchino, und jede Figur hat ihre eigene Geschichte und Bedeutung.
Auf diesen beiden Blättern ist Arlecchino dargestellt; eine berühmte lombardische Maske, deren sehr arme Mutter das traditionelle Kostüm aus Stoffresten verschiedener Farben zusammennähte. Seine charakteristischen Eigenschaften sind Agilität, Lebhaftigkeit und Schlagfertigkeit. Die Figur trägt eine schwarze Maske.
Ausgezeichnete grafische Exemplare, die angesichts ihres volkstümlichen Charakters selten in einem solchen Erhaltungszustand zu finden sind. Lebendige, leuchtende Farben, Bleistiftstriche sind noch sichtbar. Die dargestellten Motive sind in zwei verschiedenen Momenten erfasst: Im ersten schreitet Arlecchino vorwärts und führt die rechte Hand zum Hut, während die linke eine Art Knüppel hält, im zweiten reicht Arlecchino den Hut mit beiden Händen, fast um eine Entschädigung für seine Darbietung zu bitten.
Exzellenter Erhaltungszustand.