Autor: Zugeschrieben Baldassarre Carrari dem Jüngeren (Forlì 1460-1516) und Bartolomeo Ramenghi, genannt il Bagnacavallo (Bagnacavallo 1484-Bologna 1542)
Maße: 147 x 127 cm
Materialien: Öl auf Holz
Wunderbares Gemälde, ausgeführt in Öl auf Holz, das die heilige Ikonografie der Beweinung Christi darstellt, angereichert durch die andächtige Anwesenheit des Heiligen Franziskus von Assisi. Das Werk zeichnet sich durch eine Choraufstellung mit großer emotionaler Wirkung aus, bei der der leblose Körper Christi von den trauernden Figuren der Jungfrau, der frommen Frauen und der Jünger umgeben ist, die mit einer stark von Pathos geprägten Gestik dargestellt sind.
Die formalen Merkmale zeigen eine gekonnte Beherrschung der Volumen und eine typische Farbgebung der Schule von Forlì und Bologna des frühen 16. Jahrhunderts. Die malerische Ausführung hebt weiche Chiaroscuro-Übergänge und eine akribische Sorgfalt in den Details der Gewänder und Physiognomien hervor, Elemente, die auf die Zusammenarbeit oder den gegenseitigen Einfluss von Meistern vom Kaliber Carraris und Ramenghis hinweisen.
Der Stil des Werkes spiegelt den Übergang zwischen der Hochrenaissance und den ersten manieristischen Strömungen wider, mit kulturellen Bezügen zur Andachtsmalerei der Emilia-Romagna-Region. Die Anwesenheit des Heiligen Franziskus, in einen historisch-evangelischen Kontext eingefügt, deutet auf eine Auftragsvergabe durch Bettelorden oder eine besonders tief empfundene private Andacht hin.
Das Werk wird auf etwa 1512 datiert, eine Zeit der vollen künstlerischen Reife für die genannten Maler. Die Holztafel hat monumentale Ausmaße (147 x 127 cm), was ihre Bedeutung und ihre wahrscheinliche ursprüngliche Bestimmung für einen Altar oder eine adlige Kapelle unterstreicht.
Der Erhaltungszustand ist dem Alter entsprechend; das Werk wird von einer offiziellen Gutachterbescheinigung begleitet, die seine Zuschreibung und seinen historisch-künstlerischen Wert bestätigt.