Paar Gemälde mit architektonischen Launen, die ein Bacchanal und eine Opferszene darstellen, Alberto Carlieri (Rom 1672-1720)
Öl auf Leinwand; Maße: Leinwände H 73,5 x B 97 cm. Rahmen: B 118,5 x H 94,5 x T 5 cm
Ehemals Rom, Galleria Lampronti
Preis: Verhandlungsbasis
Mit unserem Echtheitszertifikat.
Das exquisite Gemäldepaar, Öl auf Leinwand, präsentiert in passenden geschnitzten und vergoldeten Holzrahmen, zeigt architektonische Launen, belebt durch Figuren und Szenen im klassischen Stil. Die dem Alberto Carlieri zugeschriebenen Werke sind im Band von Giancarlo Sestieri Il Capriccio Architettonico veröffentlicht.
Die Leinwände sind wie folgt betitelt:
Bacchanal mit Bacchus auf einem Esel, tanzende Mädchen und Musiker, Putten mit Blumen. Ionischer Palasthof mit abgerissenem oberen Gesims mit Statuen und Vasen. Rechts eine große, mit Flachrelief verzierte Amphorenvase.
Opferszene in einem antiken Palastatrium. Stirnbogen und Nischen mit weiblichen allegorischen Figuren zwischen den Bögen.
Die Werke, die selbst in den Details und den kleinen Figuren mit großer Finesse gemalt sind, drücken die künstlerische Ausdruckskraft des berühmten römischen Malers Alberto Carlieri (Rom, 1672 - 1720) aus, des am meisten geschätzten und gefragten Künstlers in Rom zwischen dem Tod von Giovanni Ghisolfi (Mailand 1623-1683) und dem Aufstieg von Giovanni Paolo Panini (Piacenza 1691 – Rom 1765).
Carlieri wurde 1672 in Rom geboren und begann unter der Anleitung von Giuseppe de Marchis mit dem Studium der Architekturmalerei. Er wurde Schüler und später Mitarbeiter von Andrea Pozzo. Vertreten in den illustersten römischen Gemäldesammlungen, darunter die Sammlung von Filippo II Colonna, der Rospigliosi und Kardinal Valenti Gonzaga, entwickelte Carlieri gut erkennbare kompositorische Modelle, beeinflusst nicht nur von der Malerei seines Meisters, sondern auch von der von Viviano und Nicolò Codazzi. Seine Malerei kann durch signierte Werke verfolgt werden, um die herum ein nicht kleiner Katalog von Leinwänden aufgebaut werden konnte. Die Informationen über Carlieri und seine signierten oder datierten Werke reichen etwa von 1690 bis 1720. Über das Leben des Malers, der kurz nach 1720 in Rom gestorben sein dürfte, ist nichts Genaues bekannt.
Die Werke sind in ausgezeichnetem Erhaltungszustand und weisen eine moderne Doublierung auf.
Hochauflösende Bilder sind auf Anfrage erhältlich.
Bibliographie: Il Capriccio Architettonico in Italia nel XVII e XVIII secolo, von Giancarlo Sestieri, EtGraphiae, 2015, S. 198