Alessandro Magnasco, genannt il Lissandrino ----------
(Genua, 1667-1749) Werkstatt ----------
Öl auf Leinwand ----------
Vergoldeter Rahmen ----------
Leinwand cm. 69 x 92 ----------
Rahmen cm. 81 x 106 ----------
Das Werk ist in gutem Zustand. ----------
Dieses interessante Gemälde, durchdrungen von einer faszinierenden, heiteren, aber auch düsteren Atmosphäre, zeigt den Saal eines Frauenklosters, wo Gruppen von Nonnen ihren Alltag mit täglichen Arbeiten verbringen. ----------
Die Szene wird in den typischsten Ausdrucksweisen beschrieben, die die außergewöhnliche Malerei des genialen Genueser Künstlers Alessandro Magnasco auszeichnen. ----------
Die Darstellung von geräumigen Klosterinnenräumen, sowohl von Nonnen als auch von Mönchen, ist eines der Lieblingsthemen seines umfangreichen Repertoires und eignet sich besonders gut, um die unverwechselbaren Merkmale der Figuren auszudrücken, die seine Kompositionen beleben. ----------
Die übliche, allgegenwärtige Aura düsterer Theatralik findet in diesen tristen Orten eine einfache Umgebung, wo nicht der geringste Hauch von Heiterkeit durchscheinen kann, die er in seinen Bildern nie andeutet. ---------
Das Gemälde hat eine große szenografische Wirkung und zeichnet sich neben den unzähligen Szenenbildern, die durch eine ausgezeichnete Dreidimensionalität hervorgehoben werden, auch durch die Wahl des Autors aus, einem Innenraum ein großes Gefühl der Offenheit zu verleihen. ----------
Indem er nämlich vermeidet, die Nonnengruppen in einem von Wänden umschlossenen Raum darzustellen, gelingt es ihm, das Gefühl zu vermitteln, sich im Freien auf einem Platz mit großen Arkaden zu befinden. ----------
Die Qualität des Gemäldes ist bemerkenswert und erlaubt es uns, es direkt in der Werkstatt von Magnasco zu verorten, und es unterscheidet sich von den vielen Arbeiten seiner weniger begabten Nachahmer, die weit davon entfernt sind, so überzeugende und ansprechende Ergebnisse zu erzielen.